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Benjamin Franklin
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Benjamin Franklin (* 6. Januarjul. / 17. Januar 1706greg. in Boston, Province of Massachusetts Bay; â 17. April 1790 in Philadelphia, Pennsylvania) war ein amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann.
Als einer der GrĂŒndervĂ€ter der Vereinigten Staaten beteiligte er sich am Entwurf der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung der Vereinigten Staaten und war einer ihrer Unterzeichner. WĂ€hrend der Amerikanischen Revolution vertrat er die Vereinigten Staaten als Diplomat im Königreich Frankreich und handelte sowohl den Allianzvertrag mit den Franzosen als auch den Frieden von Paris aus, der den Amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitskrieg beendete. Als Delegierter der Philadelphia Convention beteiligte er sich an der Ausarbeitung der amerikanischen Verfassung.
Franklins Leben war in hohem MaĂe von dem Willen geprĂ€gt, das Gemeinwesen zu fördern. Er grĂŒndete die ersten Freiwilligen Feuerwehren in Philadelphia sowie die erste Leihbibliothek Amerikas und konstruierte einen besonders effektiven und raucharmen Holzofen. Auch machte er wissenschaftliche Entdeckungen, er erfand unter anderem den Blitzableiter.
Er war Sohn eines Seifen- und Kerzenmachers und machte zunĂ€chst eine Karriere als Drucker, bevor er sich im Alter von 42 Jahren aus dem GeschĂ€ftsleben zurĂŒckzog und in die Politik ging. Sein sozialer Aufstieg galt â befördert durch seine in zahlreichen Auflagen gedruckte Autobiographie â ĂŒber lange Zeit hinweg als ein Musterbeispiel dafĂŒr, wie man sich aus eigener Kraft und mit Disziplin emporarbeiten kann.
Contents
âą Leben und Werk
âą Rezeption
âą Ehrungen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Leben und Werk
FrĂŒhe Jahre: Boston, 1706â1723
Benjamin Franklin wurde am 17. Januar 1706 (6. Januar des Julianischen Kalenders) als 15. Kind des Seifen- und Kerzenmachers Josiah Franklin (1657â1745) in Boston, Massachusetts, geboren. Dessen Vorfahren stammten aus dem Dorf Ecton in der zentralenglischen Grafschaft Northamptonshire. In seiner Autobiographie gab Benjamin Franklin spĂ€ter an, sein Vater sei nach Amerika ausgewandert, weil er dort als Puritaner seinen Glauben frei ausĂŒben konnte.cite-ref-1[1] TatsĂ€chlich war es aber wohl auch wirtschaftlicher Druck, der Josiah veranlasste, 1683 mitsamt seiner ersten Frau Anne Franklin geb. Child (1655â1689) und ihren drei Kindern ein Schiff in Richtung Boston zu besteigen.cite-ref-2[2] Die Löhne in der Neuen Welt waren um ein Dreifaches höher als in England, zugleich waren die Lebenshaltungskosten niedriger.cite-ref-3[3]
Im Jahr 1689 starb Josiahs erste Frau Anne, und nur wenige Monate spĂ€ter heiratete er Abiah Folger (1667â1752). Sie entstammte einer Familie, die mit der ersten Welle puritanischer Einwanderer nach Boston gekommen war. Gemeinsam hatten sie acht Kinder, von denen Benjamin das zweitjĂŒngste war.
Um ihn fĂŒr ein Studium in Harvard und eine spĂ€tere Laufbahn als Pastor vorzubereiten, schickte Josiah seinen Sohn Benjamin im Alter von acht Jahren auf die Bostoner Lateinschule. Dort zeigte sich schon frĂŒh seine hohe Begabung. Er gehörte zu den besten SchĂŒlern und ĂŒbersprang eine Klasse. Trotz dieser Erfolge schrieb ihn sein Vater aber fĂŒr ein Jahr in einer anderen Schule ein, wo er Schreiben und Arithmetik lernen sollte. WĂ€hrend Benjamin Franklin in seiner Autobiographie behauptete, dies sei allein dem geringen Einkommen seines Vaters geschuldet gewesen, gehen Biographen wie Walter Isaacson davon aus, dass Josiah Franklin schon frĂŒh die rebellische Natur seines Sohnes erkannte und deshalb entschied, er sei fĂŒr eine geistliche Laufbahn ungeeignet.cite-ref-4[4]
Im Alter von zehn Jahren und nach nur zweijĂ€hriger Schulausbildung begann Benjamin im Laden seines Vaters zu arbeiten. Zwei Jahre spĂ€ter gab Josiah ihn schlieĂlich zu seinem Ă€lteren Sohn James (1697â1735), einem Drucker, in die Lehre. Dieser grĂŒndete 1721 eine eigene Zeitung, den New England Courant. Darin veröffentlichte Benjamin Franklin seinen ersten Beitrag. Als Druckerlehrling hatte er leichteren Zugang zu BĂŒchern, und als eifriger Leser begann er, sich auch fĂŒr das Schreiben zu interessieren. Unter dem Pseudonym âMrs. Silence Dogoodâ schrieb er humoristisch-kritische Essays zu gesellschaftlichen Themen, die er nachts unter der TĂŒr der Druckerei seines Bruders hindurchschob.cite-ref-5[5] Besonders beiĂend waren seine Attacken auf die NĂ€he von Kirche und Staat und damit auf eine der SĂ€ulen, auf denen das Leben in den puritanischen Kolonien Neuenglands beruhte.cite-ref-6[6] Ein in die gleiche StoĂrichtung gehender Kommentar von James Franklin (âVon allen Schurken ist der fromme Schurke der schlimmste.âcite-ref-7[7]) veranlasste die Behörden, James Franklin nicht weiter als Herausgeber des Courant fungieren zu lassen. Im Februar 1723 erschien die Zeitung deshalb fĂŒr kurze Zeit unter dem Namen Benjamin Franklins. Doch im Stillen ĂŒbernahm James Franklin schon bald wieder die Leitung. Als Benjamin ihm schlieĂlich eröffnete, dass er selbst hinter dem Pseudonym Silence Dogood stecke, fĂŒhlte sich James hintergangen. Bisher hatte er den Schreiber hinter dem Pseudonym in höchsten Tönen gelobt,cite-ref-8[8] doch nun war James enttĂ€uscht und eifersĂŒchtig â und lieĂ sich sogar dazu hinreiĂen, seinen Bruder zu drangsalieren und zu schlagen. Dies fĂŒhrte zum Bruch zwischen den beiden. ZunĂ€chst versuchte Benjamin, bei einem anderen Drucker in Boston eine Lehrstelle zu bekommen. Als dies nicht gelang, lief der SiebzehnjĂ€hrige von zu Hause weg und schiffte sich heimlich nach New York ein.
Drucker: Philadelphia und London, 1723â1732
Anstellung als Drucker in Philadelphia
Auf der Ăberfahrt nach New York lernte Franklin den Drucker William Bradford kennen. Von diesem erfuhr er, dass New York keine eigene Zeitung besaĂ und Bradford dort der einzige seiner Zunft war. Daher hatte der Drucker keine Verwendung fĂŒr Franklin, empfahl ihn aber an seinen Sohn Andrew (1686â1742) in Philadelphia weiter. Doch auch bei dem jungen Bradford war keine Arbeit zu bekommen, so dass erst eine erneute Vermittlung von William Bradford den Erfolg brachte. Franklin erhielt eine Anstellung bei Samuel Keimer (1689â1742), der gerade eine eigene Druckerei in Philadelphia gegrĂŒndet hatte.
Als Franklins Schwager Robert Holmes herausfand, wo sich Franklin aufhielt, schrieb er ihm mit der Bitte, seiner Familie zuliebe nach Boston zurĂŒckzukehren. In seinem Antwortschreiben zĂ€hlte Franklin die GrĂŒnde auf, warum er ein Leben in Philadelphia als lebenswerter erachtete. Dieser Brief gelangte in die HĂ€nde des Vizegouverneurs von Pennsylvania, William Keith (1669â1749). Keith war beeindruckt von Franklins Schreibfertigkeit und nahm unverzĂŒglich mit ihm Kontakt auf. Er versprach, ihn bei der Eröffnung einer eigenen Druckerei in Philadelphia zu unterstĂŒtzen, und schickte ihn mit einem Empfehlungsschreiben versehen zunĂ€chst zurĂŒck zu seinem Vater.
Im April 1724 segelte Franklin nach Boston. Trotz des Stolzes auf die Leistungen seines Sohnes verweigerte Josiah Franklin ihm die UnterstĂŒtzung fĂŒr seine PlĂ€ne. Daraufhin kehrte Franklin unverrichteter Dinge nach Philadelphia zurĂŒck.
Gestrandet in London
Wieder auf Anraten William Keiths reiste Franklin im November 1724 nach London. Dort sollte er sich mit finanzieller Hilfe des Vizegouverneurs die Ausstattung fĂŒr seine eigene Druckerei kaufen und zu den in London ansĂ€ssigen Druckern und Papierherstellern Kontakte knĂŒpfen.
Bei seiner Ankunft musste Franklin feststellen, dass Keith seine Versprechen finanzieller UnterstĂŒtzung nicht eingehalten hatte. Mittellos und fernab der Heimat, versuchte er, das Beste aus der Situation zu machen, und arbeitete fĂŒr verschiedene Druckereien. Die Herstellung einer Ausgabe von William Wollastons The Religion of Nature Delineated inspirierte ihn zu einer eigenen Schrift mit dem Titel A Dissertation on Liberty and Necessity, Pleasure and Pain, die er noch wĂ€hrend des ersten halben Jahres seines Aufenthaltes in London auf eigene Kosten drucken lieĂ.cite-ref-9[9] Zugleich knĂŒpfte er Kontakte zu Hans Sloane, dem spĂ€teren PrĂ€sidenten der Royal Society.
Auf seiner Ăberfahrt nach Europa hatte Franklin den Kaufmann Thomas Denham aus Philadelphia kennengelernt. Beeindruckt von der moralischen IntegritĂ€t des QuĂ€kers, machte er sich einen âPlan fĂŒr zukĂŒnftiges Verhaltenâ (Plan for Future Conduct), in dem er sich den Lebensmaximen der Sparsamkeit, Aufrichtigkeit und Strebsamkeit verschrieb.cite-ref-10[10] Als Denham ihm eine Partnerschaft anbot, kehrten beide im Juli 1726 nach Philadelphia zurĂŒck.
SelbststÀndiger Drucker
Franklins Partnerschaft mit Denham endete schon nach wenigen Monaten, als dieser unerwartet starb. Daraufhin kehrte Franklin in die Druckerei von Samuel Keimer zurĂŒck, diesmal als GeschĂ€ftsfĂŒhrer. In dieser Funktion entwickelte er einen Schriftschnitt, der als der erste auf dem nordamerikanischen Kontinent gilt. Zur Erinnerung an diese Leistung erarbeitete der bekannte Typograf Morris Fuller Benton bis 1902 eine Schriftfamilie, die den Namen Franklin Gothic trĂ€gt.cite-ref-11[11] Franklin selbst verwendete hauptsĂ€chlich eine Caslon.
Zusammen mit einem von Keimers Angestellten, dem Gesellen Hugh Meredith (um 1697âum 1749), machte sich Franklin schlieĂlich selbststĂ€ndig. Anfang 1728 kam die in London fĂŒr ihre eigene Druckerei bestellte AusrĂŒstung an. Die Druckerei florierte â nicht zuletzt durch Franklins Eifer und Strebsamkeit. Die Partnerschaft mit Meredith war allerdings nicht von langer Dauer. Als dieser dem Alkohol verfiel, beendete Franklin die Zusammenarbeit und war â mit finanzieller Hilfe von zwei Freunden â schlieĂlich sein eigener Herr.
Im Oktober 1729 ĂŒbernahm Franklin von Keimer die Pennsylvania Gazette und wurde damit zum Zeitungsverleger.cite-ref-12[12] Wie viele andere Tageszeitungen, enthielt die Pennsylvania Gazette nicht nur Kurznachrichten, AnkĂŒndigungen und Berichte von Veranstaltungen öffentlichen Interesses, sondern auch amĂŒsante Essays und Leserbriefe, von denen Franklin selbst etliche unter Pseudonym verfasst hatte. Das Konzept seiner Zeitung war erfolgreich. Seit den frĂŒhen 1730er Jahren ging er mit einigen seiner ehemaligen Lehrlinge Partnerschaften ein. Diese grĂŒndeten ihre eigenen Druckereien in StĂ€dten entlang der OstkĂŒste und wurden von Franklin mit Druckerpressen und Zeitungsartikeln versorgt. Im Gegenzug fĂŒhrten sie einen Teil ihrer Einnahmen an ihn ab.
Franklin war stolz auf seinen erlernten Beruf. Bis zum Ende seines Lebens bezeichnete er sich selbst als Drucker. Noch sein Testament beginnt mit den Worten âIch, Benjamin Franklin aus Philadelphia, Druckerâ.cite-ref-13[13]
Der Junto-Selbsterziehungsclub
Im Herbst 1727 grĂŒndete Franklin einen Selbsterziehungsclub, den Junto. Dessen Mitglieder waren Unternehmer und KĂŒnstler und damit nicht Angehörige der sozialen Elite, aus der sich die traditionellen Gentlemenâs Clubs rekrutierten. Bei ihrer Aufnahme hatten Bewerber vier Fragen zu beantworten: Ob sie eines der Klubmitglieder missachteten, ob sie andere Personen â gleich welcher Religion oder welchen Berufes â achteten, ob ein Mensch aufgrund seiner Ansichten oder Religionszugehörigkeit verfolgt werden dĂŒrfe und ob der Bewerber die Wahrheit um ihrer selbst willen liebte. Die wĂ€hrend der ZusammenkĂŒnfte des Junto diskutierten Themen erstreckten sich von der Frage, warum sich ĂŒber einem kalten Krug Kondensation bildete, bis hin zu Fragen wie âWas macht Freude aus?â oder âWenn eine Regierung einem BĂŒrger seine Rechte versagt, hat er dann ein Recht auf Widerstand?â
Von den ersten ZusammenkĂŒnften an nutzte Franklin den Junto auch fĂŒr die Diskussion praktischer VorschlĂ€ge zur Verbesserung des alltĂ€glichen Lebens in der Kolonie. So diskutierten die Mitglieder etwa darĂŒber, ob Pennsylvania die Menge des umlaufenden Papiergeldes erhöhen solle â ein Vorschlag, den Franklin nicht zuletzt aus eigenen GeschĂ€ftsinteressen favorisierte. Als der Club schlieĂlich eigene RĂ€ume bezog, wurden diese mit BĂŒchern aus dem Besitz der Mitglieder eingerichtet. Auf diese Weise entstand die Grundlage der ersten Leihbibliothek in Amerika.cite-ref-14[14]
Ehe
âDie nur schwer zu zĂŒgelnden Leidenschaften der Jugend hatten mich hĂ€ufig in Liebschaften mit sozial niederen Frauen gestĂŒrzt, die mir ĂŒber den Weg liefenâcite-ref-15[15] â so beschreibt Franklin die Zeit vor seinem Zusammenleben mit Deborah Read (um 1708â1774). Als aufstrebender GeschĂ€ftsmann, zumal mit hohen moralischen AnsprĂŒchen an sich selbst, konnte er sich solches Verhalten nicht mehr leisten.cite-ref-16[16] Also ging er im Sommer 1730 eine eheliche Gemeinschaft mit Deborah Read ein.
Franklin hatte Deborah bereits 1724 kennengelernt und schon damals um ihre Hand angehalten. Ihre Mutter bestand allerdings darauf, dass die Hochzeit erst nach seiner RĂŒckkehr aus London stattfinden solle. Franklin verfolgte die Angelegenheit nicht weiter, und so verloren die beiden sich fĂŒr einige Jahre aus den Augen. Deborah heiratete in der Zwischenzeit einen gewissen John Rogers, der sich jedoch nach Westindien absetzte und seine Ehefrau mit Schulden zurĂŒcklieĂ. Obwohl es GerĂŒchte gab, dass Rogers in einer SchlĂ€gerei ums Leben gekommen sei, kam fĂŒr Deborah und Benjamin Franklin schlieĂlich nur eine âCommon-Lawâ-Ehe in Frage. Bei dieser informellen Art der Ehegemeinschaft lebten die Partner zusammen, ohne einen offiziellen Trauakt vollzogen zu haben. FĂŒr das Paar war dies die einzig praktikable Lösung, denn Bigamie wurde mit 39 Peitschenhieben und lebenslanger Haft bestraft.
Aber es gab noch eine weitere Komplikation fĂŒr die junge Ehe. Franklin hatte etwa um dieselbe Zeit einen Sohn mit einer jener âsozial niederen Frauenâ gezeugt. William Franklin kam irgendwann zwischen April 1730 und April 1731 zur Weltcite-ref-17[17] und sollte 1762 Gouverneur von New Jersey werden. Deborah konnte dieses illegitime Kind zeitlebens nicht ausstehen und soll es einmal â nach dem Zeugnis einer Hausangestellten â âden gröĂten Schuft auf diesem Erdbodenâ genannt haben.cite-ref-18[18]
Gemeinsam hatten Benjamin und Deborah Franklin zwei weitere Kinder: Francis Folger Franklin (1732â1736), der noch im Kindesalter an den Pocken starb, und Sarah Franklin Bache (1743â1808), die 1767 den Kaufmann Richard Bache heiratete.
PopulĂ€re JahrbĂŒcher: Poor Richardâs Almanack
Franklins bekanntestes Alter Ego wurde die fiktive Figur Richard Saunders (Poor Richard). Er erfand die Figur fĂŒr seinen Poor Richardâs Almanack, ein Jahrbuch, das er von 1732 an druckte. Solche JahrbĂŒcher waren zu jener Zeit Ă€uĂerst beliebt und stellten damit eine willkommene Einnahmequelle fĂŒr Drucker und Verleger dar. Allein in Philadelphia kamen sechs dieser jĂ€hrlich erscheinenden Schriften auf den Markt. Der Name Poor Richardâs Almanack lehnte sich an den von Franklins Bruder verlegten Poor Robinâs Almanac an, und Richard Saunders war der Name eines Almanach-Schreibers im England des ausgehenden 17. Jahrhunderts.
Mit der Figur des Poor Richard half Franklin, wie sein Biograph Walter Isaacson es formulierte, âdas zu definieren, was sich zu einer beherrschenden Tradition volkstĂŒmlichen Humors in Amerika entwickelteâ: den naiven Typus eines bodenstĂ€ndigen Charakters, der zugleich scharfzĂŒngig, weise und charmant unschuldig war.cite-ref-19[19]
Poor Richard steuerte zu den JahrbĂŒchern nicht nur die jeweiligen Vorworte bei, sondern eine Reihe von noch heute populĂ€ren Lebensmaximen wie âEarly to bed and early to rise, makes a man healthy, wealthy and wiseâ (dt. etwa âFrĂŒhes Zubettgehen und frĂŒhes Aufstehen machen einen Mann gesund, wohlhabend und weiseâ). Dabei waren diese Maximen keineswegs eine Erfindung Franklins. Dessen Leistung bestand vielmehr darin, bestehende SprĂŒche umzuformulieren und damit besser auf den Punkt zu bringen.
Was zunĂ€chst nur als FĂŒllmaterial fĂŒr sein Jahrbuch konzipiert war, entwickelte sich als eigenstĂ€ndige Publikation zu einem Verkaufsschlager. Die Spruchsammlung The Way to Wealth gehörte zu den berĂŒhmtesten BĂŒchern aus den amerikanischen Kolonien. Innerhalb von vierzig Jahren wurde sie in 145 Editionen nachgedruckt und ist bis heute in mehr als dreizehnhundert Auflagen verkauft worden.cite-ref-20[20]
BĂŒrgerschaftliches Engagement: Philadelphia, 1731â1748
Die Library Company of Philadelphia
Im Jahr 1731 wurde auf Franklins Initiative hin die Library Company of Philadelphia als erste Leihbibliothek Amerikas gegrĂŒndet. Den Grundstock an BĂŒchern bildete die Sammlung des von Franklin ins Leben gerufenen Junto-Clubs. Jedes Mitglied der Library Company hatte einen festen Beitrag zu entrichten, von dem weitere BĂŒcher angeschafft wurden. Ausgeliehen werden konnten die BĂ€nde nur von Mitgliedern, zum Lesen standen sie aber auch jedem anderen BĂŒrger von Philadelphia zur VerfĂŒgung.
Franklin selbst verbrachte nach eigenen Angaben tĂ€glich ein bis zwei Stunden in der Bibliothek und konnte auf diese Weise den Mangel an formaler Bildung wettmachen, die sein Vater einst fĂŒr ihn im Sinn gehabt hatte.cite-ref-21[21] Sein Engagement kam ihm aber auch in anderer Hinsicht zugute: wĂ€hrend der Junto-Club vor allem aus Kaufleuten bestand, kam Franklin nun auch mit Mitgliedern höherer gesellschaftlicher Schichten in Kontakt. So entwickelte er etwa eine lebenslange Freundschaft zu dem englischen Botaniker und Mitglied der Royal Society Peter Collinson, der die erste Buchlieferung fĂŒr die Library Company von London nach Philadelphia schickte.
Die Library Company of Philadelphia gehört heute zu den Ă€ltesten kulturellen Institutionen in den Vereinigten Staaten und verfĂŒgt ĂŒber einen Bestand von mehr als 500.000 BĂŒchern und ĂŒber 160.000 Handschriften.cite-ref-22[22]
GrĂŒndung Freiwilliger Feuerwehren
Obwohl keine Stadt in den amerikanischen Kolonien eine Feuerkatastrophe vom AusmaĂ des GroĂen Brandes von London erlebt hatte, war die Brandgefahr auch zu Franklins Zeiten eine stĂ€ndige Sorge im kolonialen Lebensalltag. Die Erfahrungen aus jener Feuersbrunst des Jahres 1666 waren direkt in die Planungen fĂŒr die Stadt Philadelphia eingeflossen. Die StraĂen waren breiter angelegt, und die HĂ€user standen weiter auseinander als damals in London. Doch der stĂ€ndige Zufluss von Einwanderern sorgte mit der Zeit dafĂŒr, dass die RĂ€ume eng wurden und die Feuergefahr wuchs.
âEine Unze Vorbeugung ist soviel wert wie ein Pfund Heilungâ schrieb Franklin in einem anonymen Brief an die Leser seiner eigenen Philadelphia Gazette und regte die Einrichtung von Feuerwehrvereinen auf freiwilliger Basis an.cite-ref-23[23] Nach dem Vorbild Bostons sollten die BĂŒrger sich zur BekĂ€mpfung von Feuern in kleinen Gruppen zusammenschlieĂen.
Im Dezember 1736 entstand mit der Union Fire Company der erste dieser ZusammenschlĂŒsse. Die fĂŒnfundzwanzig GrĂŒndungsmitglieder rekrutierten sich aus Mitgliedern des Junto, der Library Company, Kaufleuten und einer Reihe anderer BĂŒrger, denen der Schutz ihres Hab und Gutes am Herzen lag. Schon nach kurzer Zeit bildeten sich weitere Gruppen und nahmen Franklins Idee auf.
Die American Philosophical Society
Den Plan zur GrĂŒndung einer amerikanischen Gelehrtengesellschaft nach dem Vorbild der Londoner Royal Society hatte schon vor Franklin der Botaniker John Bartram vorgelegt. Als Drucker verfĂŒgte Franklin aber ĂŒber die publizistischen Mittel, die Idee zu verbreiten und schlieĂlich fĂŒr ihre Umsetzung zu sorgen.
Im Mai 1743 veröffentlichte er die Schrift A Proposal for Promoting Useful Knowledge Among the British Plantations in America. Die von den Gelehrten zu diskutierenden Themen waren â wie vieles, was Franklin vorschlug â mehr an der NĂŒtzlichkeit als an der Theorie ausgerichtet. So sollten etwa Entdeckungen auf dem Gebiet der Nutzpflanzen, des Handels, der GelĂ€ndevermessung, der Herstellung von GĂŒtern, der Tierzucht und anderer praktischen Themen untereinander bekannt gemacht werden.
Vom FrĂŒhjahr 1744 an nahm die American Philosophical Society ihre regelmĂ€Ăigen Treffen in Philadelphia auf. Zu den GrĂŒndungsmitgliedern gehörten neben Franklin der Wissenschaftler John Bartram sowie der Arzt und spĂ€tere Gouverneur von New York, Cadwallader Colden. SpĂ€ter wurden auch einige der amerikanischen GrĂŒndervĂ€ter wie George Washington, John Adams und Thomas Jefferson in die Gesellschaft aufgenommen.
WĂ€hrend die Mitglieder der American Philosophical Society in den ersten Jahren noch keine sonderliche AktivitĂ€t entfalteten, â Franklin selbst sprach von ihnen als âvery idle gentlemenâcite-ref-24[24] (dt. âsehr untĂ€tige Herrenâ) â hat die Gesellschaft die Zeiten ĂŒberdauert und besteht bis heute.
GrĂŒndung einer BĂŒrgermiliz
Seit 1689 fochten die französischen und englischen Kolonien in Nordamerika um die Kontrolle der westlichen Hinterlandterritorien. Dieser in den USA als Franzosen- und Indianerkriege bezeichnete Konflikt trat mit dem Beginn des King Georgeâs War im Jahr 1744 in eine neue Phase. Dieser Krieg bedrohte die Sicherheit Philadelphias, als französische und spanische Kaperschiffe begannen, die StĂ€dte entlang des Delaware zu ĂŒberfallen.
Als die von pazifistisch ausgerichteten QuĂ€kern beherrschte Pennsylvania Provincial Assembly zauderte, geeignete VerteidigungsmaĂnahmen in Kraft zu setzen, griff Benjamin Franklin in die Debatte ein. Im November 1747 veröffentlichte er eine Schrift mit dem Titel Plain Truth (dt. Die blanke Wahrheit), in der er die unentschlossene Haltung der Regierenden Pennsylvanias anprangerte und zur Bildung einer BĂŒrgermiliz aufrief. Allein ein Bund der Mittelschicht, der HĂ€ndler, Ladenbesitzer und Farmer, könne die Kolonie retten.cite-ref-25[25] Radikal war sein Vorschlag deshalb, weil die von Franklin vorgeschlagene BĂŒrgermiliz ausdrĂŒcklich nicht nach Standeszugehörigkeit, sondern nach geographischen Gesichtspunkten gegliedert sein sollte.cite-ref-26[26] GefĂŒhrt werden sollten die einzelnen Kompanien von selbstgewĂ€hlten Offizieren und nicht etwa von solchen der Kolonialverwaltung.
Schon kurze Zeit nach der Veröffentlichung der Schrift schrieben sich einige zehntausend Freiwillige in die Register der von Franklin sorgsam geplanten Freiwilligenkompanien ein. Was der Miliz allerdings fehlte, waren Kanonen. Da die Pennsylvania Provincial Assembly es ablehnte, finanzielle Mittel zum Kauf von Waffen bereitzustellen, organisierte Franklin eine Lotterie, aus deren Erlös er selbst in Verhandlungen mit dem Gouverneur von New York Kanonen beschaffte.cite-ref-27[27]
Im Sommer 1748 war die Gefahr vorĂŒber, ohne dass die Miliz jemals zum Einsatz gekommen wĂ€re. Was nach der Auflösung der Pennsylvania Militia blieb, war die Einsicht Franklins, dass die Bewohner der Kolonie im Ernstfall aus eigener Kraft fĂŒr ihr Wohlergehen sorgen mussten. Thomas Penn (1702â1775), Sohn von William Penn, dem GrĂŒnder Pennsylvanias, bezeichnete Franklin in einem Brief als âVolkstribunâ und klagte: âEr ist ein gefĂ€hrlicher Mann, und ich wĂ€re froh, wenn er in einem anderen Land lebte, denn ich glaube, dass er von ĂŒberaus ruhelosem Geiste ist.âcite-ref-28[28]
RĂŒckzug aus dem GeschĂ€ftsleben
Im Jahr 1737 hatte Franklin von seinem Konkurrenten Andrew Bradford das Amt des Postmeisters von Philadelphia ĂŒbernommen. Damit verfĂŒgte er nicht nur ĂŒber eine eigene Druckerei und einen Verlag, sondern ĂŒbte auch Einfluss auf das Verteilungssystem seiner Zeitungen und sonstigen Druckerzeugnisse aus. DarĂŒber hinaus hatte er schrittweise ein Netzwerk aus profitablen Partnerschaften mit Druckern entlang der OstkĂŒste aufgebaut.
Nun, im Alter von 42 Jahren â genau in der Mitte seines Lebens â zog er sich aus dem GeschĂ€ftsleben weitgehend zurĂŒck. Den Betrieb seiner Druckerei ĂŒberlieĂ er seinem Vorarbeiter David Hall (1714â1772). Der mit diesem geschlossene GeschĂ€ftskontrakt regelte, dass Franklin ĂŒber die nĂ€chsten achtzehn Jahre die HĂ€lfte der Druckereieinnahmen erhielt, die sich auf etwa 650 Pfund jĂ€hrlich beliefen. In einer Zeit, in der ein einfacher Angestellter ĂŒber ein Jahresgehalt von rund 25 Pfund verfĂŒgen konnte, reichte dies fĂŒr ein komfortables Leben aus.cite-ref-29[29]
Sein neuer sozialer Status als âgentleman philosopherâ wurde in einem ĂlgemĂ€lde festgehalten, das der Maler Robert Feke im Jahr 1748 von ihm anfertigte. Es ist zugleich das erste bekannte PortrĂ€t Franklins und stellt diesen â wie es der Kunsthistoriker Wayne Craven formuliert â als âMitglied der kolonialen Kaufmannsschicht dar, der zwar erfolgreich, aber nicht wirklich reich war.âcite-ref-30[30]
Wissenschaftler und Erfinder: Philadelphia 1744â1751
Der âPennsylvania Fireplaceâ
Zeit seines Lebens hegte Franklin ein groĂes Interesse an wissenschaftlichen Entdeckungen. In den 1740er Jahren, insbesondere nach seinem RĂŒckzug aus dem GeschĂ€ftsleben, erreichte seine BeschĂ€ftigung mit NaturphĂ€nomenen einen Höhepunkt. Wieder stand der praktische Nutzen im Mittelpunkt seiner Ăberlegungen.
Seit Anfang der 1740er Jahre dachte Franklin darĂŒber nach, wie ein Holzofen konstruiert sein mĂŒsse, um die WĂ€rmegewinnung zu maximieren und zugleich die Rauchbelastung im Haus zu verringern. Aufbauend auf seinen Kenntnissen der Konvektion und der WĂ€rmeleitung entwarf er einen neuen Ofentypus, den er von einem der Junto-Mitglieder, einem Schmied, ab 1744 bauen lieĂ. Der Ofen war so konstruiert, dass die Hitze und der Rauch des Feuers eine Kochplatte erhitzten und dann ĂŒber einen Kanal hinter der Wand in einen Kamin geleitet wurden.cite-ref-31[31]
Der von Franklin âPennsylvania Fireplaceâ genannte Ofen kostete fĂŒnf Pfund und wurde von seinem Erfinder in zahlreichen Zeitungsannoncen beworben. Als der Gouverneur von Pennsylvania Franklin ein lukratives Patent fĂŒr seine Neuentwicklung anbot, antwortete dieser: âSo wie wir von den Erfindungen anderer profitieren, sollten wir ĂŒber jede Gelegenheit froh sein, anderen durch unsere Erfindungen zu dienen. Und dies sollten wir kostenlos und groĂherzig tunâ.cite-ref-32[32]
Letztlich blieb dem von Franklin konstruierten Ofen jedoch der groĂe Verkaufserfolg versagt. Die anfĂ€ngliche Hitzeentwicklung war nicht stark genug, um den Rauch effektiv abzuleiten, und so wurden die meisten Pennsylvania Fireplaces von ihren Besitzern zu gewöhnlichen Ăfen umgebaut.
Erste Forschungen zur ElektrizitÀt
Bei einem Besuch in Boston im Jahr 1743 hatte Franklin einer VorfĂŒhrung von Archibald Spencer (1698â1760) beigewohnt, bei der dieser das Publikum mit einer Darbietung zur ElektrizitĂ€t unterhalten hatte. Franklin war von dem PhĂ€nomen der ElektrizitĂ€t begeistert. Zu den VorfĂŒhrungen Spencers schrieb er: âSie ĂŒberraschten mich und gefielen mir zugleichâ.cite-ref-33[33] Solche VorfĂŒhrungen erfreuten sich zur damaligen Zeit groĂer Beliebtheit. Der französische Gelehrte AbbĂ© Nollet, Hofwissenschaftler von Ludwig XV., unterhielt den König und sein Gefolge mit einer Darbietung, bei der einer Menschenkette ein Schlag aus einer Leidener Flasche â einem frĂŒhen Kondensator â versetzt wurde, wodurch die Versuchspersonen in Zuckungen verfielen.
In seinen ersten eigenen Experimenten zur ElektrizitĂ€t untersuchte Franklin die Natur elektrischer Ladung. Bei Versuchen mit einer durch Reibung elektrostatisch aufgeladenen Glasröhre stellte er fest, dass in jedem abgeschlossenen System die Summe der vorhandenen elektrischen Ladungen konstant bleibt (Prinzip der Ladungserhaltung). Franklin sprach dabei von âeiner Ladungsartâ, die nur ihren Aufenthaltsort verĂ€ndert und somit positive oder negative Aufladung verursacht. Damit bestritt er die bis dahin geltende und vom AbbĂ© Nollet vertretene âZweiflĂŒssigkeitstheorieâ, wonach elektrisierte Körper von zwei ElektrizitĂ€tssorten, dem Effluvium und dem Affluvium, umgeben sind. Um seine neue Erkenntnis anschaulicher zu erklĂ€ren, prĂ€gte Franklin die Begriffe âplusâ und âminusâ.
Seine Forschungsergebnisse zur ElektrizitĂ€t fasste Franklin zwischen 1747 und 1750 in fĂŒnf Briefen an den Fellow der Royal Society Peter Collinson in London zusammen, die Collinson der Royal Society vorlegte und 1751 separat als Experiments and Observations on Electricity, Made at Philadelphia in America veröffentlichte.cite-ref-34[34]
Erfindung des Blitzableiters
Franklin stellte fest, dass elektrostatische Entladungen erstaunliche Ăhnlichkeit mit Blitzen aufwiesen. Er fand heraus, dass elektrische Ladungen von Metallspitzen angezogen werden. Im April 1749 beschrieb er seine Beobachtungen ĂŒber Gewitter in einem Brief an John Michell, Geograph und Mitglied der Royal Society in London: âWenn elektrifizierte Wolken ĂŒber ein Land, hohe Berge, groĂe BĂ€ume, hochaufragende TĂŒrme, KirchtĂŒrme, Masten von Schiffen, Schornsteine usw. ziehen, dann ziehen diese das elektrische Feuer auf sich, und die gesamte Wolke entlĂ€dt sich dort.âcite-ref-35[35]
Um seine These von der elektrostatischen Aufladung von Gewitterwolken zu belegen, entwickelte Franklin sein sogenanntes âSentry-box experimentâ (dt. Schilderhaus-Experiment). Dazu sollte auf einem Turm ein Schilderhaus platziert werden, das mit einer langen, in den Himmel ragenden Eisenstange versehen war. Ăber die Eisenstange sollte die GewitterelektrizitĂ€t auf einen im Schilderhaus stehenden Mann ĂŒbertragen werden, der durch die Erzeugung von Funken den Nachweis der elektrostatischen Aufladung der Wolke erbrachte. Wenn seine Hypothese von der elektrostatischen Aufladung von Gewitterwolken sich belegen lieĂe, so schrieb Franklin an Peter Collinson im Jahr 1750, dann könne âdas elektrische Feuer lautlos aus der Wolke abgeleitet werdenâ.cite-ref-36[36] Ein entsprechendes Experiment wurde am 10. Mai 1752 in Marly-la-Ville in Frankreich unter der Leitung des Naturforschers Thomas François Dalibard ausgefĂŒhrt, der seine Anregung aus Franklins Abhandlung hatte, die dieser an Buffon gesandt hatte, der sie wiederum Dalibard zur Ăbersetzung ĂŒbergab.cite-ref-37[37]
Er schlug auch ein Experiment vor, bei dem mit einem elektrischen Drachen in einer Gewitterwolke ElektrizitĂ€t gesammelt werden sollte, um die elektrische Natur der Blitze zu beweisen. Ob und wie er das Experiment tatsĂ€chlich durchgefĂŒhrt hat, ist umstritten.cite-ref-38[38] Franklin berichtete darĂŒber in der Pennsylvania Gazette am 19. Oktober 1752,cite-ref-39[39] ohne explizit mitzuteilen, ob er das Experiment selbst durchgefĂŒhrt hatte. Das behauptete aber Joseph Priestley in seinem Buch The History and Present State of Electricity von 1767, der die Information wahrscheinlich von Franklin selbst hatte (from the best authority).cite-ref-40[40]cite-ref-41[41] Nach Priestley fĂŒhrte Franklin das Experiment mit seinem Sohn im Juni 1752 aus, einen Monat nach Dalibards Experiment in Frankreich.
Franklins Ideen erregten in Europa groĂes Aufsehen. Seine Korrespondenz mit Peter Collinson wurde ausschnittweise im The Gentlemanâs Magazine abgedruckt und im folgenden Jahr in Form einer sechsundachtzigseitigen Schrift publiziert.cite-ref-42[42] Der französische König gab die experimentelle ĂberprĂŒfung der Franklinâschen Hypothese in Auftrag und Ă€uĂerte sich in einem Brief an die Londoner Royal Society begeistert ĂŒber das Ergebnis. Ohne dass er es wusste, war Franklin in Europa zu einer wissenschaftlichen BerĂŒhmtheit geworden. Enthusiastisch schrieb Peter Collinson in einem Brief, der französische König habe mit besonderem Nachdruck darum gebeten, âHerrn Franklin aus Philadelphia fĂŒr seine nĂŒtzlichen Entdeckungen auf dem Gebiet der ElektrizitĂ€t und der Anwendung der spitzen Stangen zu beglĂŒckwĂŒnschen, mit denen die fĂŒrchterlichen Auswirkungen von Gewittern verhindert werden können.âcite-ref-43[43] Die Erfindung stieĂ aber auch auf Widerstand; in Frankreich war zum Beispiel der bis dahin als fĂŒhrender französischer Experte fĂŒr ElektrizitĂ€t geltende AbbĂ© Jean-Antoine Nollet, der sich durch Buffon und Dalibard ĂŒbergangen fĂŒhlte, ein wissenschaftlicher Gegner der Ideen Franklins zum Blitzableiter. Hinzu kam, dass bei der Wiederholung der Experimente Menschen starben â besonderes Aufsehen erregte der Tod von Georg Wilhelm Richmann in Sankt Petersburg â, die deren GefĂ€hrlichkeit deutlich machten.
Andere Erfindungen
Franklin gilt auch als Erfinder der Glasharmonika, des flexiblen Harnkatheters, einer frĂŒhen Form der Schwimmflossen und der Bifokalbrille.cite-ref-44[44] 1784 berechnete er in einem Brief an das Journal de Paris, welche enormen wirtschaftlichen Vorteile eine Verschiebung des Tagesablaufs zwecks besserer Ausnutzung des Tageslichts hĂ€tte â ein Gedanke, der spĂ€ter in Form der Sommerzeit verwirklicht wurde.cite-ref-45[45]
Politiker: Philadelphia 1748â1756
Beginn der politischen Karriere und Rahmenbedingungen in Pennsylvania
Im Jahr 1748 wurde Benjamin Franklin in den Philadelphia Common Council, einen VorlĂ€ufer des heutigen Stadtrates von Philadelphia gewĂ€hlt. Ein Jahr spĂ€ter wurde er zum Friedensrichter ernannt und 1751 zum Ratsherrn der Stadt Philadelphia. Das Amt als Friedensrichter gab er schon bald wieder auf, da seine Rechtskenntnisse hierzu offenbar nicht ausreichten.cite-ref-46[46] Im selben Jahr wurde er schlieĂlich in die Pennsylvania Provincial Assembly, das Abgeordnetenhaus der Kolonie Pennsylvania gewĂ€hlt. Er kommentierte diesen Schritt spĂ€ter mit den Worten âMir wurde klar, dass meine Berufung [zum Abgeordneten] meine Möglichkeiten, Gutes zu tun, steigern wĂŒrde. Ich kann allerdings auch nicht abstreiten, dass ich mich durch all diese Erhebungen [in öffentliche Ămter] geschmeichelt fĂŒhlte.âcite-ref-47[47]
Als EigentĂŒmerkolonie unterstand Pennsylvania nicht direkt der britischen Krone, sondern der Familie Penn. Im Jahr 1681 hatte der englische König Karl II. dem QuĂ€ker William Penn einen Schutzbrief ausgestellt, der die Kolonie als sein Eigentum auswies. Zweite politische Kraft neben Penn und seinen Nachfolgern waren die alteingesessenen Familien der Kolonie. Als lokale Elite beherrschten sie die Pennsylvania Provincial Assembly und besetzten traditionell die wichtigsten öffentlichen Ămter. Zwischen diesen beiden KrĂ€ften und der weitaus zahlreicheren Gruppe der ĂŒbrigen Bewohner von Pennsylvania gab es in der ersten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts immer wieder Spannungen. DarĂŒber hinaus stand Pennsylvania in den 50er Jahren des 18. Jahrhunderts vor zwei groĂen Herausforderungen: der Verbesserung des VerhĂ€ltnisses zu den Indianern und der Verteidigung der Kolonie gegen die Franzosen.
âJoin, or Dieâ: der Albany-Kongress
FĂŒr die Franzosen nahm das westlich von Pennsylvania gelegene Ohio eine wichtige BrĂŒckenfunktion in ihrer Strategie gegen die Briten ein. Ohio verband ihre Besitzungen in Kanada mit Louisiana; durch die Einrichtung einer Kette von Forts entlang des Ohio River versuchten sie, den Einfluss der Briten auf den Osten Nordamerikas zu begrenzen und ihre weitere Expansion nach Westen zu unterbinden. Angesichts dieser Bedrohung berief das Londoner Board of Trade eine Konferenz in Albany, New York, ein. Ziel war es zum einen, mit den Abgesandten der Irokesen ĂŒber deren UnterstĂŒtzung zu verhandeln, und zum anderen, das gemeinsame Handeln der Dreizehn Kolonien abzustimmen.
Benjamin Franklin gehörte zu den vier aus Pennsylvania zum Albany-Kongress entsandten Vertretern. In seinem GepĂ€ck befand sich ein Papier mit dem Titel Short Hints towards a Scheme for Uniting the Northern Colonies (dt. Kurze Hinweise zu einem Plan ĂŒber die Vereinigung der nördlichen Kolonien). Er hoffte, dass dieser Plan auf der Konferenz verhandelt und dann dem britischen Parlament in London zur Abstimmung vorgelegt werden wĂŒrde. Sein Plan nahm vorweg, was spĂ€ter zur Grundlage fĂŒr das VerhĂ€ltnis der einzelnen Bundesstaaten zur Bundesregierung der Vereinigten Staaten werden sollte: den amerikanischen Föderalismus. Ein Allgemeiner Rat (General Council) der Dreizehn Kolonien sollte fĂŒr gemeinsame Angelegenheiten wie die Verteidigung und VertrĂ€ge mit den Indianern zustĂ€ndig sein. Dieser Rat sollte aus Delegierten aller Kolonien bestehen und von einem von der Krone ernannten Gouverneur General angefĂŒhrt werden.
Der Albany-Kongress tagte zwischen dem 19. Juni und dem 11. Juli 1754. Das BĂŒndnis mit den Irokesen kam schon nach einer Woche zustande. Am 10. Juli stimmten die Delegierten ĂŒber den Plan Franklins ab. Es gab zwar einige Gegenstimmen, in der Summe aber bestand Einigkeit darĂŒber, dass der Entwurf an die AbgeordnetenhĂ€user der einzelnen Kolonien und an das britische Parlament nach London zur Ratifizierung geschickt werden sollte.
Das Ergebnis war ernĂŒchternd. Trotz einer von Franklin in Gang gesetzten öffentlichen Debatte wurde der Plan von allen Kolonien abgelehnt. Und auch das Londoner Board of Trade sprach sich gegen die Ănderung aus. In der RĂŒckschau schrieb Franklin spĂ€ter: âDie AbgeordnetenhĂ€user [der Kolonien] haben [den Vorschlag] abgelehnt, weil sie alle dachten, dass er zu viele [königliche] PrĂ€rogativen enthalte; und in England wurde er als zu demokratisch angesehen.âcite-ref-48[48]
Spannungen in Pennsylvania
AnschlieĂend wuchsen die Spannungen zwischen den politischen KrĂ€ften in Pennsylvania unter dem militĂ€rischen Druck auf die Kolonie weiter. WĂ€hrend die Franzosen und die mit ihnen verbĂŒndeten Indianer immer wieder in Pennsylvania einfielen und Siedler umbrachten, waren die EigentĂŒmer der Kolonie und die Pennsylvania Provincial Assembly darĂŒber zerstritten, wie die Kosten zur Verteidigung aufgebracht werden sollten. Die Penns auf der einen Seite weigerten sich, ihren umfangreichen Landbesitz besteuern zu lassen, und die Abgeordnetenversammlung auf der anderen Seite bestand darauf, dass alle Bewohner der Kolonie auch finanziell fĂŒr deren Verteidigung aufkommen mĂŒssten.
Im November 1755 erhielt Vizegouverneur Robert Hunter Morris ein Schreiben aus London, in dem die Penns ankĂŒndigten, eine Summe von 5000 Pfund âals Geschenkâcite-ref-49[49] fĂŒr die Verteidigung der Kolonie zur VerfĂŒgung zu stellen. In der Zwischenzeit hatte die Abgeordnetenversammlung auf Antrag Franklins die Aufstellung einer BĂŒrgermiliz nach dem Vorbild von 1747 beschlossen. Franklin wurde nicht nur mit der Aufstellung der Truppe beauftragt, sondern darĂŒber hinaus auch an die Grenze geschickt, um die Verteidigungslinien zu organisieren. Bei seiner RĂŒckkehr wurde er zum Oberst des Regiments von Philadelphia gewĂ€hlt. Thomas Penn seinerseits ordnete von London aus die Bildung von Regimentern unter Morrisâ Kommando an. Um eine mögliche Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Einheiten zu verhindern, gab Franklin seinen Posten schlieĂlich auf.
Im Januar 1757 beschloss die Abgeordnetenversammlung von Pennsylvania, die Haltung der EigentĂŒmerfamilie in der Steuerfrage nicht weiter hinzunehmen und schickte Franklin als ihren BevollmĂ€chtigten nach London.
Erstmals auf gröĂerer BĂŒhne: London 1757â1762
Mit seiner Reise nach London begann fĂŒr Franklin ein neuer Lebensabschnitt. Seine Experimente zur ElektrizitĂ€t hatten ihm Aufmerksamkeit in der wissenschaftlichen Welt â vor allem in Europa â verschafft. Die Wirksamkeit seiner politischen Arbeit war dagegen bislang auf die Kolonien beschrĂ€nkt. Er hatte auf lokaler Ebene in Philadelphia eine Reihe von VorschlĂ€gen zur Verbesserung des öffentlichen Lebens umgesetzt und mit seinem Plan einer Union der Kolonien, wie sein Biograph H. W. Brands es formuliert, âdie Phantasie von vielen seiner Mitmenschen in Amerika angeregtâ.cite-ref-50[50] In London dagegen zĂ€hlte Franklins Arbeit auf politischem Gebiet nur wenig. âSeine PopularitĂ€t bedeutet hier nichtsâ, schrieb Thomas Penn. âDie GroĂen [dieses Landes] werden ihn sehr kĂŒhl behandelnâ.cite-ref-51[51]
Mit dieser EinschĂ€tzung sollte Penn recht behalten. Gleich zu Beginn seiner Mission ersuchte Franklin um ein Treffen mit William Pitt, einem der einflussreichsten MĂ€nner in GroĂbritannien. Doch Pitt weigerte sich, Franklin zu empfangen. âEr war damals ein zu groĂer Mannâ, so Franklins spĂ€terer ErklĂ€rungsversuch, âoder zu sehr mit wichtigeren Angelegenheiten beschĂ€ftigt.âcite-ref-52[52]
So begann Franklin im August 1757, direkt mit Thomas Penn und seinem Bruder Richard zu verhandeln. Gleich zum Auftakt der GesprĂ€che baten die beiden Penns ihn um eine schriftliche Fassung seiner Positionen. Franklin ĂŒbertitelte sein zwei Tage spĂ€ter eingereichtes Papier mit âHauptbeschwerdepunkteâ und nannte die Weigerung der EigentĂŒmer, ihren Landbesitz besteuern zu lassen âungerecht und grausamâ.cite-ref-53[53] Noch provokanter war der informelle Stil, in dem das Schreiben abgefasst war, und die Tatsache, dass Franklin die Penns nicht mit ihrem korrekten Titel als âTrue and Absolute Proprietariesâ anredete. SolchermaĂen brĂŒskiert, brachen die Penns die GesprĂ€che ab und forderten ihn auf, zunĂ€chst nur ĂŒber ihren Anwalt mit ihnen zu kommunizieren.
Die Lage verschĂ€rfte sich, als Franklin und Thomas Penn wĂ€hrend eines Treffens im Januar 1758 ĂŒber die Frage der Stellung des Abgeordnetenhauses aneinandergerieten. WĂ€hrend Franklin auf dem Standpunkt beharrte, die 1682 vom englischen König ausgestellte Charta verleihe dem Abgeordnetenhaus alle Rechte eines Parlamentes, entgegnete Penn, die Charta habe gar nicht die Kraft gehabt, solche Rechte zu gewĂ€hren. Daraufhin hielt Franklin Penn vor, sein Vater William Penn habe die Kolonisten âirregefĂŒhrt, betrogen und verratenâ.cite-ref-54[54] Woraufhin Thomas Penn lakonisch antwortete, die Kolonisten hĂ€tten sich die Charta eben genau durchlesen sollen, und wenn sie in die Irre gefĂŒhrt worden seien, dann sei dies ihre eigene Schuld.cite-ref-55[55]
Franklins Schluss aus der Angelegenheit war, dass die Umwandlung Pennsylvanias von einer EigentĂŒmer- in eine Kronkolonie erstrebenswerter sei als die weitere Herrschaft der Penns. Dabei war Franklins Position nicht nur von der Abneigung gegenĂŒber der EigentĂŒmerfamilie bestimmt, sondern auch von einer tiefen LoyalitĂ€t zum Königshaus und der Regierung in London.cite-ref-56[56] Franklins Biograph Gordon S. Wood erklĂ€rt diesen aus heutiger Sicht schwer verstĂ€ndlich scheinenden Punkt in Franklins politischem Leben damit, dass Franklin zu jener Zeit in unverrĂŒckbarer Treue an das britische Königshaus glaubte und die spĂ€teren Geschehnisse in keiner Weise vorausahnte.cite-ref-57[57]
Das Treffen mit Thomas Penn im Januar 1758 stellte einen Wendepunkt in Franklins Mission dar. Penn verweigerte sich jeglichem weiteren Treffen, und fĂŒr eine Umwandlung Pennsylvanias in eine Kronkolonie war in London keine Mehrheit zu beschaffen.
Derweilen verbrachte Franklin seine Sommer mit Reisen. Er hatte seinen Sohn William nach Europa mitgebracht, und sie besuchten gemeinsam Schottland und den Kontinent. Er traf sich mit berĂŒhmten Gelehrten wie Adam Smith und David Hume und erhielt die EhrendoktorwĂŒrde der University of St Andrews. Im Sommer 1762, fĂŒnf Jahre nach seiner Ankunft in London, beschloss Franklin, nach Pennsylvania zurĂŒckzukehren. Kurz zuvor war sein Sohn William zum Gouverneur von New Jersey berufen worden. Die Hochzeit Williams mit Elizabeth Downes, der Tochter eines reichen Plantagenbesitzers, wartete Franklin nicht mehr ab. WĂ€hrend er noch im Jahr zuvor eine Europareise vorzeitig abgebrochen hatte, um der Krönung Georgs III. in London beizuwohnen, befand er sich wĂ€hrend der Hochzeit seines illegitimen Sohnes schon auf einem Schiff in Richtung Amerika.
Zwischenspiel in der Heimat: Philadelphia 1763â1764
Bereits 1753 war Franklin zusammen mit William Hunter (â 1761) aus Virginia zum Deputy Postmaster fĂŒr die britischen Kolonien in Nordamerika ernannt worden.cite-ref-58[58] Gemeinsam mit Hunter hatte er detaillierte Vorschriften erlassen, um das Postwesen in den Kolonien effizienter zu gestalten, und auf diese Weise die Laufzeit eines Briefes von New York nach Philadelphia um einen Tag verkĂŒrzt.cite-ref-59[59] Nach seiner RĂŒckkehr in die Heimat unternahm er eine siebenmonatige Reise zur Inspektion des Postsystems. Mit John Foxcroft, der das Amt des inzwischen verstorbenen Hunter ĂŒbernommen hatte, weitete Franklin das Postnetzwerk nach Kanada aus (Kanada war im Pariser Frieden 1763 an GroĂbritannien gefallen). Gleichzeitig richteten sie eine Paketschiff-Route nach Westindien ein und sorgten dafĂŒr, dass Postreiter auch nachts reisten. Auf einigen zentralen Routen, wie etwa derjenigen von New York nach Philadelphia, wurden auf diese Weise Brieflaufzeiten erreicht, die auch noch zwei Jahrhunderte spĂ€ter nicht unterboten wurden.cite-ref-60[60] So konnte etwa ein Briefschreiber in Philadelphia schon eine Woche nach dem Absenden seines Briefes eine Antwort aus New York erwarten.
Bei Franklins RĂŒckkehr nach Philadelphia flammte der alte Konflikt mit der EigentĂŒmerfamilie Pennsylvanias wieder auf. Dies fĂŒhrte so weit, dass Lord Hyde (1709â1786), als General Postmaster Vorgesetzter Franklins in London, diesen erinnerte, âalle Beamten der Kroneâ seien verpflichtet, âdie Staatsgewalt zu unterstĂŒtzen.âcite-ref-61[61] Ungeachtet solcher Warnungen, entwarf Franklin eine Petition, die die Amtsenthebung der Penns forderte. Nach einer auch in der Ăffentlichkeit durch Flugschriften in aller Heftigkeit gefĂŒhrten Auseinandersetzung setzten sich Franklins AnhĂ€nger in der Abgeordnetenversammlung schlieĂlich durch und votierten mit 19 zu 11 Stimmen dafĂŒr, Franklin mit dieser Petition nach England zu schicken.
Interessenvertreter der Kolonien: London 1765â1775
Kontroverse um den Stamp Act
Als die Nachricht von Franklins sicherer Ankunft in London publik wurde, lĂ€uteten in Philadelphia die Kirchenglocken. Doch die Begeisterung sollte sich schnell legen, als Franklin in die Kontroverse um das Stempelgesetz (engl. Stamp Act) hineingezogen wurde. Dieses bestimmte, dass alle offiziellen SchriftstĂŒcke und Dokumente, aber auch Zeitungen, Karten- und WĂŒrfelspiele in den nordamerikanischen Kolonien mit Stempelmarken versehen werden, beziehungsweise auf eigens in London hergestelltem Papier mit einer StempelprĂ€gung ausgefertigt sein mussten. Auf diese Weise sollten die Kolonien finanziell an der Stationierung von britischen Truppen in Nordamerika beteiligt werden. Die britische Regierung nahm den Standpunkt ein, dass die Kolonisten als NutznieĂer dieses militĂ€rischen Schutzes fĂŒr einen Teil der entstehenden Kosten aufkommen sollten.
Anfang Februar 1765 trafen sich Franklin und eine Reihe anderer BevollmĂ€chtigter aus den Kolonien mit dem britischen Premierminister und Schatzkanzler George Grenville. Grenville legte dar, dass die Bedrohung durch die Indianer die Erhebung einer Steuer zur Finanzierung des militĂ€rischen Schutzes notwendig mache. Auf die Frage, wie diese Finanzierung sicherzustellen sei, warf Franklin ein, die britische Regierung solle die Umsetzung der Besteuerung den Kolonien ĂŒberlassen.cite-ref-62[62] Diese allein hĂ€tten das Recht, solche Steuern von ihren Einwohnern zu erheben. Auf die Frage, ob die BevollmĂ€chtigten fĂŒr die Einnahmen und die Aufteilung des Steueraufkommens unter den einzelnen Kolonien garantieren könnten, hatten Franklin und seine Kollegen allerdings keine befriedigende Antwort.
Als das Stempelgesetz im MĂ€rz 1765 verabschiedet wurde, vertrat Franklin einen pragmatischen Standpunkt. Er schlug seinen Freund John Hughes (1711â1772) fĂŒr das Amt des Steuereintreibers vor und nahm fĂ€lschlicherweise an, dass sich die Aufregung ĂŒber das Gesetz bald legen werde. In einem Brief an Hughes schrieb er: âIn der Zwischenzeit wird eine standhafte LoyalitĂ€t zur Krone und ein treues Festhalten an der Regierung dieser Nation [âŠ] der weiseste Kurs fĂŒr dich und mich sein, was auch immer die Tollheit des gemeinen Volkes [âŠ] sein sollte.âcite-ref-63[63]
Franklin hatte den Widerstand des âgemeinen Volkesâ offenbar völlig unterschĂ€tzt. Was moderne Biographen wie Walter Isaacson als seine âschlimmste politische FehleinschĂ€tzungâ bewerten,cite-ref-64[64] begann sich nun gegen Franklin zu wenden. Als seine Position in den Kolonien publik wurde, versuchte eine aufgebrachte Menge, Franklins Haus in Philadelphia zu stĂŒrmen. Allein dem Eingreifen einer Gruppe seiner AnhĂ€nger war es letztendlich zu verdanken, dass sich die Menge wieder auflöste.
AllmĂ€hlich sah Franklin ein, dass er die Situation in den Kolonien aus der Ferne falsch eingeschĂ€tzt hatte. Er begann eine Verteidigungskampagne mit Briefen, die er an seinen Partner David Hall und andere Adressaten in Nordamerika richtete. In seinen Schreiben bestritt er, das Stempelgesetz jemals unterstĂŒtzt zu haben. Er gestaltete einen politischen Cartoon mit dem Titel The Colonies Reduced und lieĂ diesen auf Karten drucken und vor dem Parlament in London verteilen. In einer Sitzung des Parlaments am 13. Februar 1766 erhielt er schlieĂlich die Möglichkeit, seine gewandelte Einstellung zu prĂ€sentieren. Einen Nachmittag lang beantwortete er die Fragen der Parlamentarier und stellte durch sein Auftreten als prominenter Vertreter amerikanischer Interessen seine Reputation in den Kolonien wieder her.cite-ref-65[65] Als das Stempelgesetz im MĂ€rz 1766 wieder aufgehoben wurde, feuerte ein The Franklin getauftes Schiff im Hafen von Philadelphia SalutschĂŒsse zu seinen Ehren ab. Franklins Freund Charles Thomson schrieb ihm: âDeine Feinde begannen sich schlieĂlich fĂŒr ihre gemeinen Unterstellungen zu schĂ€men und anzuerkennen, dass die Kolonien dir zu Dank verpflichtet sindâ.cite-ref-66[66]
Die Autobiografie
WĂ€hrend eines Aufenthalts auf dem Landsitz seines Freundes Jonathan Shipley (1714â1788) im Jahr 1771 begann Franklin mit der Abfassung seiner Autobiografie.cite-ref-67[67] Er sollte diese Arbeit ĂŒber einen Zeitraum von nahezu neunzehn Jahren in insgesamt vier Abschnitten fortfĂŒhren â bei seinem Tod war das Werk allerdings unvollendet.
Am Anfang steht ein langer Brief an seinen Sohn William, den damaligen Gouverneur von New Jersey. Die Autobiographie war gleichwohl von Beginn an fĂŒr ein breiteres Publikum bestimmt. Franklins Ziel war es, seinen eigenen Aufstieg aus einfachen VerhĂ€ltnissen zu einer wohlhabenden und geachteten Persönlichkeit darzustellen. Damit verband er den Wunsch, dass andere seinem Vorbild nacheifern sollten.cite-ref-68[68] Sein Biograph Charles van Doren merkt hierzu an, dass Franklin âfĂŒr eine Mittelklasse schrieb, die [zu jener Zeit] nur wenige Geschichtsschreiber hatteâ.cite-ref-69[69]
Die Urteile ĂŒber Franklins Autobiographie gehen auseinander. Der Literaturkritiker Charles Angoff bemĂ€ngelt, ihr fehle alles, was ein wirklich groĂes Werk der Belles Lettres ausmache: Anmut des Ausdrucks, Zauber der Persönlichkeit und intellektuelle Höhe.cite-ref-70[70] Der Historiker Henry Steele Commager stellt dagegen die ungekĂŒnstelte Einfachheit, Klarheit, Schlichtheit im Stil, die Frische und den Humor heraus, die das Werk fĂŒr jede neue Generation von Lesern empfehlenswert machten.cite-ref-71[71] Bis heute ist die Schrift in mehreren hundert Auflagen erschienen und gehört damit zu den populĂ€rsten Autobiographien der Geschichte.cite-ref-72[72]
Die AffÀre um die Hutchinson-Briefe
Zu Beginn der 1770er Jahre glaubte Franklin immer noch, er könne den Streit zwischen den Kolonien und dem Mutterland schlichten. Diese Ăberzeugung fĂŒhrte 1773 zu der AffĂ€re um die Hutchinson-Briefe, die Franklins Biograph Gordon S. Wood als das âauĂergewöhnlichste und aufschlussreichste Ereignis in Franklins politischem Lebenâ bezeichnet.cite-ref-73[73] Die AffĂ€re, so Wood, âzerstörte in wirksamer Weise seine Stellung in England und machte ihn schlieĂlich zum Verfechter der UnabhĂ€ngigkeit.âcite-ref-74[74]
In den spĂ€ten 1760er Jahren hatte Thomas Hutchinson, der Vizegouverneur von Massachusetts, eine Reihe von Briefen an den britischen AuĂenminister Thomas Whately geschrieben. Darin hatte er sich fĂŒr eine harte Haltung gegenĂŒber den Kolonien ausgesprochen und insbesondere empfohlen, deren Freiheiten zu beschneiden.cite-ref-75[75] Nach Whatelys Tod im Jahr 1772 waren diese Briefe in Franklins HĂ€nde gelangt. Er sandte sie nach Massachusetts, um auf diese Weise zu belegen, dass das Verschulden fĂŒr die Krise zwischen den Kolonien und dem Mutterland nicht etwa bei der britischen Regierung, sondern vielmehr bei Kolonialbeamten wie Hutchinson liege. Wenn nur der wahre Grund fĂŒr die Krise offenbar werde, so glaubte Franklin, wĂŒrde sich die Feindschaft gegenĂŒber der britischen Regierung in den Kolonien legen.cite-ref-76[76]
Wie schon zuvor bei seiner Hoffnung, Pennsylvania in eine Kronkolonie umwandeln zu können, und seiner anfĂ€nglichen Haltung zum Stempelgesetz, schĂ€tzte Franklin auch diesmal die wirkliche Lage falsch ein. Er hatte gehofft, dass die Hutchinson-Briefe nur in einem kleinen Kreis in den Kolonien zirkulierten. Stattdessen wurden sie im Juni 1773 gedruckt und sorgten fĂŒr einen Eklat. Nachdem die Briefe auch in England publik geworden waren, musste Franklin schlieĂlich öffentlich eingestehen, dass er es gewesen sei, der sie nach Boston geschickt hatte.
Die Stimmung in London heizte sich weiter auf, als Franklin im selben Jahr zwei anonyme Satiren fĂŒr die englischen Zeitungen schrieb, in denen er sich ĂŒber das Verhalten des Mutterlandes gegenĂŒber den Kolonien lustig machte. Die erste Satire stand unter dem Titel Rules by Which a Great Empire May be Reduced to a Small One (dt. etwa âRegeln, durch die ein groĂes Reich in ein kleines verwandelt werden kannâ). Darin listete er zwanzig VorschlĂ€ge auf, wie sich GroĂbritannien gegenĂŒber seinen Kolonien gebĂ€rden könne, um beide Seiten weiter voneinander zu entfernen. Es fanden sich darin VorschlĂ€ge wie âGib besonders Acht darauf, dass die Kolonien [âŠ] nicht dieselben Rechte und dieselben Handelsprivilegien [wie das Mutterland] genieĂen und dass sie durch strengere Gesetze regiert werdenâcite-ref-77[77] oder âQuartiere Truppen bei ihnen ein, die durch ihre Frechheit AufstĂ€nde des Mobs provozieren könnenâ.cite-ref-78[78] Die zweite Satire unter dem Titel An Edict by the King of Prussia war ein fiktives Edikt des preuĂischen Königs Friedrich II.cite-ref-79[79] In dieser fingierten Bekanntmachung lieĂ Franklin Friedrich den GroĂen argumentieren, dass die Deutschen vor langer Zeit Siedler nach England geschickt hĂ€tten und deshalb nun EinkĂŒnfte dieser preuĂischen Kolonien in GroĂbritannien an PreuĂen flieĂen sollten. DarĂŒber hinaus gebe es die Möglichkeit, preuĂische Strafgefangene nach England zu schicken und die Kolonien auf der Insel auf diese Weise zu bevölkern. FĂŒr diejenigen Leser, die den Sinn der Satire noch nicht verstanden hatten, fĂŒgte Franklin hinzu, dass diese MaĂnahmen nur gerecht seien, weil sie ein genaues Spiegelbild der MaĂnahmen GroĂbritanniens gegenĂŒber seinen Kolonien in Nordamerika darstellten.cite-ref-80[80]
Als im Januar 1774 die Nachricht von der Boston Tea Party in London eintraf, fokussierte sich der Zorn der britischen Regierung auf Franklins Person. Am 29. Januar wurde er vor den Privy Council zitiert und musste eine Schimpftirade des stellvertretenden Generalstaatsanwalts Alexander Wedderburn ĂŒber sich ergehen lassen. Nur kurze Zeit spĂ€ter verlor er sein Amt als Deputy Postmaster.
Als sich die Stimmung gegen die Kolonien ein Jahr spĂ€ter immer weiter zuspitzte und in der Zwischenzeit seine Frau Deborah in Philadelphia gestorben war, bestieg Franklin Ende MĂ€rz 1775 schlieĂlich ein Schiff und kehrte nach Amerika zurĂŒck.
Die ersten Schritte zur UnabhĂ€ngigkeit: Philadelphia 1775â1776
Kongressabgeordneter
Als Franklin am 5. Mai 1775 in Philadelphia ankam, hatten die KĂ€mpfe zwischen britischen Truppen und Kolonisten mit den Gefechten von Lexington und Concord schon begonnen. Franklin zeigte sich ĂŒber die Lage der Dinge hocherfreut. Einem Reporter gab er zu Protokoll, nur ein mutiger Widerstand könne die Amerikaner vor der âzutiefst verachtenswerten Sklaverei und Zerstörungâ retten.cite-ref-81[81]
Am Tag nach seiner Ankunft wurde Franklin in den Zweiten Kontinentalkongress gewĂ€hlt, der seine Arbeit am 10. Mai aufnehmen sollte. Mit einem Alter von nahezu 70 Jahren war er der bei weitem Ă€lteste Abgeordnete. WĂ€hrend der Debatten verhielt er sich auffĂ€llig ruhig. Kongressmitglieder wie John Adams beklagten gar, Franklin sitze ĂŒber groĂe Strecken des Tages auf seinem Stuhl und schlafe.cite-ref-82[82]
Gleichwohl waren die Delegierten davon beeindruckt, mit welcher Heftigkeit Franklin fĂŒr die Sache der UnabhĂ€ngigkeit Stellung nahm. John Adams schrieb an seine Ehefrau Abigail, âer [Franklin] zögert nicht, unseren wagemutigsten MaĂnahmen zuzustimmen, sondern scheint uns im Gegenteil fĂŒr zu unentschlossen und rĂŒckwĂ€rtsgewandt zu haltenâ.cite-ref-83[83] Historiker wie Gordon S. Wood halten diesen revolutionĂ€ren Eifer Franklins fĂŒr wohlkalkuliert.cite-ref-84[84] Noch immer gab es im Lager der Kolonisten Stimmen, die Franklin fĂŒr alles andere als einen Mann der UnabhĂ€ngigkeit hielten und ihn sogar als britischen Spion sahen. Franklin begegnete diesen VorwĂŒrfen, indem er einen feindseligen Brief an seinen langjĂ€hrigen Freund William Strahan (1715â1785) in London aufsetzte und diesen mit den Worten schloss: âSie und ich waren lange Freunde. Nun sind Sie mein Feind, und ich bin der Ihreâ.cite-ref-85[85] Dieses Schreiben schickte Franklin allerdings niemals ab, sondern zeigte es nur einigen seiner Freunde. Nur Tage spĂ€ter begann er wieder, Strahan im gewohnt warmherzigen Ton anzuschreiben.cite-ref-86[86]
Die persönliche Seite der Revolution: Bruch mit William
Selbst wenn Franklins revolutionĂ€rer Eifer in Teilen kalkuliert gewesen sein mag, so hatte die Revolution fĂŒr ihn auch sehr persönliche Auswirkungen.cite-ref-87[87] 1762 war sein Sohn William (1730â1813) zum Gouverneur von New Jersey berufen worden. Zu jener Zeit hatten beide noch gemeinsam den Traum von einer Zukunft des Britischen Weltreiches. Als Benjamin Franklin dann aber sein Amt als Deputy Postmaster im Rahmen der Hutchinson-AffĂ€re verlor, forderte er William vergeblich auf, sein Amt als königlicher Gouverneur niederzulegen. 1775 versuchte er seinen Sohn davon zu ĂŒberzeugen, sich der amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitsbewegung anzuschlieĂen. Als William sich weigerte, brach Franklin den Kontakt zu ihm ab. William wurde im Juni 1776 verhaftet und als Gefangener nach Connecticut gebracht. Doch sein Vater zeigte sich ungerĂŒhrt und lieĂ sich auch nicht durch einen eindringlichen Appell von Williams Frau umstimmen. Selbst als William Jahre spĂ€ter versuchte, den Konflikt beizulegen, blieb Benjamin Franklin hart. Im Juli 1785 trafen sie noch einmal in der englischen Hafenstadt Southampton aufeinander. Das GesprĂ€ch â ĂŒber das alle Beteiligten Stillschweigen bewahrten â endete unversöhnlich. Von jenem Tag an sollte Benjamin Franklin nicht mehr mit seinem Sohn kommunizieren.
UnabhÀngigkeitserklÀrung und Pennsylvania Constitution
Um das britische Postsystem in den Kolonien zu ersetzen, war Franklin im Juli 1775 zum Postmaster General ernannt worden. FĂŒr seine Dienste erhielt er eine Summe von 1000 Pfund im Jahr, die er jedoch fĂŒr die Versorgung verwundeter Soldaten spendete. Am 23. August 1775 erschien die Proklamation König Georgs III., dass sich alle amerikanischen Kolonien an einer Rebellion beteiligten. Im Oktober desselben Jahres und erneut im MĂ€rz 1776 wurde Franklin vom Kongress zusammen mit anderen Delegierten beauftragt, sich auf zwei Inspektionsreisen ein Bild vom Zustand der Kontinentalarmee zu machen. WĂ€hrend seines Zusammentreffens 1775 mit George Washington in dessen Hauptquartier in Cambridge (Massachusetts) belagerte der General gerade erfolgreich die in Boston zusammengezogenen Briten. Doch die finanziellen Probleme des anhaltenden Krieges, fehlende Rekruten und ausbleibender Nachschub bereiteten Washington groĂe Sorgen. Daher arbeitete Franklin einen detaillierten Plan zur Versorgung und Ausbildung der Soldaten aus â ganz so, wie er es auch schon vorher bei der BĂŒrgermiliz von Pennsylvania getan hatte. WĂ€hrend diese Reise nach Cambridge im Herbst noch leicht zu bewĂ€ltigen war, brachte seine Entsendung nach Kanada im MĂ€rz 1776 den inzwischen siebzigjĂ€hrigen Franklin jedoch an die Grenze seiner LeistungsfĂ€higkeit. Das ging so weit, dass er noch wĂ€hrend der Reise Abschiedsbriefe an seine Freunde schickte, weil er annahm, die Strapazen nicht zu ĂŒberstehen.
Bei seiner RĂŒckkehr nach Philadelphia wurde Franklin in ein Komitee zur Ausarbeitung der Amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung gewĂ€hlt. Noch immer gesundheitlich angegriffen, beschrĂ€nkte sich seine Rolle anfangs darauf, die EntwĂŒrfe Thomas Jeffersons durchzugehen und Verbesserungen vorzuschlagen. Seine Ănderungen sind in dem Dokument ĂŒberliefert, das Jefferson als âRohentwurfâ (engl. rough draft) bezeichnete und das heute in der Library of Congress aufbewahrt wird. Die wohl wichtigste seiner Ănderungen war ebenso klein wie bedeutsam:cite-ref-88[88] In Jeffersons Formulierung âWir halten diese Wahrheiten fĂŒr heilig und unbestreitbarâ (engl. We hold these truths to be sacred and undeniable) strich Franklin die Worte âheilig und unbestreitbarâ und ersetzte sie durch âselbstverstĂ€ndlichâ (engl. self-evident).
Nachdem die Loslösung von GroĂbritannien vollzogen war, machten sich die einzelnen Staaten an die Ausarbeitung von Verfassungen. FĂŒr Pennsylvania wurde Franklin einstimmig zum PrĂ€sidenten des Gremiums gewĂ€hlt, das die neue Verfassung gestalten sollte. In einer Zeit, als die englische Mischverfassung mit ihrer Balance zwischen Krone, Oberhaus und Unterhaus als das Ideal galt, sah die Pennsylvania Constitution lediglich ein Einkammersystem vor. Damit gilt sie heute als der demokratischste aller VerfassungsentwĂŒrfe jener Zeit. Insbesondere in Frankreich wurde die Idee mit groĂem Beifall aufgenommen und Jahre spĂ€ter in der Französischen Revolution umgesetzt.
Diplomat: Paris 1776â1785
Personifikation Amerikas: Franklin-Begeisterung in Paris
Angesichts ihrer angespannten militĂ€rischen Lage war es fĂŒr die Amerikaner entscheidend, bei anderen europĂ€ischen MĂ€chten um UnterstĂŒtzung zu werben. Deshalb beschloss der Kontinentalkongress 1776, eine Delegation nach Paris zu entsenden. Frankreich mit seiner jahrhundertelangen Geschichte von Kriegen gegen England bot sich als Partner umso mehr an, als die Franzosen zuletzt im SiebenjĂ€hrigen Krieg weite Teile ihrer ĂŒberseeischen Besitzungen an GroĂbritannien verloren hatten. Die Delegation bestand aus Benjamin Franklin, dem Kaufmann Silas Deane sowie dem aus Virginia stammenden Arthur Lee (1740â1792). Ihr Ziel bestand darin, Waffen und Munition fĂŒr die Kontinentalarmee zu beschaffen und ein BĂŒndnis mit Frankreich zu schlieĂen.
Bei seiner Ankunft in Paris wurde Franklin begeistert empfangen. Diese Begeisterung kam nicht von ungefĂ€hr: 1751 hatte der französische Naturforscher Georges-Louis Leclerc de Buffon Franklins Schrift Experiments and Observations on Electricitycite-ref-89[89] gelesen und eine französische Ăbersetzung angeregt.cite-ref-90[90] Als diese ein Jahr spĂ€ter in Druck ging, erhielt Franklin ein persönliches GlĂŒckwunschschreiben des französischen Königs Ludwig XVI. In den folgenden Jahren erhielt er auch eine wachsende Zahl von Briefen seiner französischen Bewunderer. Unter ihnen war der Mediziner und Botaniker Jacques Barbeu-Dubourg (1709â1799), der viele von Franklins Essays und Werken ins Französische ĂŒbersetzte, darunter auch das Protokoll jener Unterhaussitzung, in der sich Franklin zum Stempelgesetz geĂ€uĂert hatte. Allein diese Schrift wurde in fĂŒnf unterschiedlichen Auflagen gedruckt und verbreitet. Nur wenige Wochen nach seiner Ankunft wurde Franklins Werk The Way to Wealth unter dem Titel La Science du Bonhomme Richard veröffentlicht und erlebte innerhalb kĂŒrzester Zeit vier Neuauflagen. Sein Ruhm in Frankreich war so groĂ, dass die StraĂen von Paris mit Menschen gesĂ€umt waren, als Franklin im Dezember 1776 dort ankam.
â[Franklin] ist sehr gefragtâ, notierte ein Tagebuchschreiber, âund dies nicht nur bei seinen gelehrten Kollegen, sondern bei jedermann, der Zugang zu ihm erlangen kannâ.cite-ref-91[91] Wohin auch immer er in seiner Kutsche reiste, bildeten sich Menschengruppen, die ihn hochleben lieĂen und einen Blick auf ihn werfen wollten.cite-ref-referencea-92-0[92] Die Damen der Pariser Salons imitierten Franklins braune Nerzkappe, indem sie ihren PerĂŒcken die Form einer PelzmĂŒtze gaben und damit ihre Haare âĂ la Franklinâ trugen.cite-ref-93[93] Seine Entdeckung des Blitzableiters und die darauf beruhenden EntwĂŒrfe von Jacques Barbeu-Dubourg fĂŒhrten zu einem Modeschrei. Ein Beobachter in der französischen Hauptstadt schrieb, es sei auch in Mode gekommen, dass in jedem Haushalt ein Kupferstich von Franklin ĂŒber dem Kaminsims hĂ€nge.cite-ref-94[94] Sein Gesicht erschien ĂŒberall â auf Schnupftabakdosen, Uhren, Taschenmessern, Vasen, Tellern und SĂŒĂigkeitenschachteln.cite-ref-referencea-92-1[92] Einige Franzosen versuchten sogar, Franklin als einen der ihren zu vereinnahmen, indem sie darauf hinwiesen, dass der Familienname âFranquelinâ in der Picardie gelĂ€ufig sei.cite-ref-95[95] Gleichzeitig entstand eine Reihe von PortrĂ€ts, BĂŒsten und Medaillons mit seinem Abbild. Jean-Antoine Houdon und Jean-Jacques Caffieri gestalteten BĂŒsten, Jean-Baptiste Greuze und J. F. de LâHospital portrĂ€tierten ihn und Joseph Siffred Duplessis (1725â1802) schuf gleich ein Dutzend ĂlgemĂ€lde, die in einer Vielzahl von Drucken Verbreitung fanden.cite-ref-96[96]
1784 waren u. a. Antoine Laurent de Lavoisier und Franklin Mitglied einer von der AcadĂ©mie française eingesetzten Kommission zur ĂberprĂŒfung des sogenannten tierischen Magnetismus (Mesmerismus). Sie erklĂ€rte den Mesmerismus fĂŒr unwirksam. Mit der Familie Lavoisier verband ihn eine Freundschaft;cite-ref-97[97] von Marie Lavoisier soll auch ein PortrĂ€t Franklins aus den Jahren 1787/88 stammen;cite-ref-98[98] es wurde von ihr nach einer Vorlage von Joseph-Siffred Duplessis (1725â1802) erstellt. Er war Mitglied der 1776 gegrĂŒndeten Freimaurerloge Les Neuf SĆurs.
Aus Sicht der französischen Philosophen, so Gordon S. Wood, besaĂ Amerika genau jene QualitĂ€ten, an denen es Frankreich mangelte: natĂŒrliche Einfachheit, soziale Gleichheit, religiöse Freiheit und eine lĂ€ndliche AufgeklĂ€rtheit.cite-ref-99[99] So schufen die AufklĂ€rer ein Idealbild Amerikas, das sie als Waffe gegen die aristokratische Korrumpiertheit und den materiellen Luxus des Ancien RĂ©gime einsetzten.cite-ref-100[100] Franklin, mit seinem schlichten Auftreten und der hinterwĂ€ldlerisch anmutenden Nerzkappe auf seinem Kopf, wurde zum Symbol dieses Idealbildes.
Allianz mit Frankreich
Nur wenige Tage nach Franklins Ankunft in Paris fand das erste Treffen der amerikanischen Gesandten mit dem französischen AuĂenminister Charles Gravier, Comte de Vergennes statt. Ziel der Amerikaner war es, schnellstmöglich eine Allianz mit Frankreich einzugehen. Doch Vergennes reagierte abwartend. Seit Beginn des Krieges war die Kontinentalarmee den regulĂ€ren britischen Truppen unterlegen gewesen. Abgesehen vom schlechten Ausbildungsstand, mangelte es den Soldaten nicht nur an Kleidung und Nahrung, sondern vor allem an Waffen und Munition. Aus französischer Sicht war deshalb keinesfalls abzusehen, wohin das Abenteuer eines Kriegseintrittes fĂŒhren wĂŒrde. Als Vergennes zu den AusfĂŒhrungen der drei Gesandten nur unverbindlich nickte, versprach Franklin, ihm ein Memorandum zu schicken.
In diesem Memorandum stellte er eine feine Balance zwischen Versprechen und Drohungen her.cite-ref-101[101] Gemeinsam, so Franklin, seien Frankreich, Spanien (das durch den Bourbonischen Hausvertrag an Frankreich gebunden war) und Amerika so stark, dass die Briten in einem Krieg ihre wertvollen Besitzungen in Westindien einbĂŒĂen wĂŒrden. Ihr wirtschaftlicher â und damit auch politischer â Niedergang sei fĂŒr die Briten in einer solchen Situation unabwendbar. Sollte die französische Hilfe allerdings ausbleiben, dann könnte dies fĂŒr die Amerikaner letztendlich bedeuten, in einen Frieden mit GroĂbritannien gezwungen zu werden. Franklin drĂ€ngte, der Moment fĂŒr eine Entscheidung sei gekommen. Jede weitere Verzögerung könne in einer Katastrophe enden.
Doch Vergennes blieb unbeeindruckt. Er lehnte den amerikanischen Wunsch nach einer Allianz zu diesem Zeitpunkt ab, ebenso die Entsendung französischer Linienschiffe. FĂŒr die nĂ€chsten Monate hielt er Franklin auf Distanz und wartete ab, wie sich der Krieg weiter entwickelte. Gleichzeitig gewĂ€hrten die Franzosen den Amerikanern aber ein geheimes Darlehen und öffneten ihre HĂ€fen fĂŒr amerikanische Handelsschiffe.
Die Wende kam ein Jahr spĂ€ter. Am spĂ€ten Morgen des 4. Dezember 1777 ritt ein Bote in den Hof von Franklins französischem Gastgeber in Passy bei Paris. Er ĂŒberbrachte ihm die Botschaft, dass der britische General Burgoyne nach der Schlacht von Saratoga mit seinen gesamten Truppen kapitulieren musste und die Amerikaner einen entscheidenden Sieg davongetragen hatten. Dies verĂ€nderte die Situation grundlegend. Noch im Dezember erkannte Frankreich die UnabhĂ€ngigkeit der Vereinigten Staaten formell an, und am 28. Januar sicherte die französische Regierung den Amerikanern eine finanzielle UnterstĂŒtzung von jĂ€hrlich 6 Millionen Livres zu.cite-ref-102[102] Zur Unterzeichnung des förmlichen Freundschafts- und Handelsvertrages zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten am 6. Februar 1778 trug Franklin demonstrativ jenen braunen Samtanzug, den er bei seiner DemĂŒtigung vor dem britischen Privy Council im Januar 1774 getragen hatte. Und am 20. MĂ€rz empfing König Ludwig XVI. Deane, Lee und Franklin als erste offizielle Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika im Schloss Versailles.
Bonvivant
Im April 1778 kam John Adams nach Paris, um Silas Deane als diplomatischen Vertreter der Vereinigten Staaten zu ersetzen. Adams und Franklin kannten sich schon aus frĂŒheren Tagen, waren aber in Lebensstil und Charakter sehr unterschiedlich.cite-ref-103[103] Adams war 42 Jahre alt, als er in Paris ankam, und damit dreiĂig Jahre jĂŒnger als Franklin. Eher steif in seinem Verhalten und in seinen persönlichen Moralvorstellungen, blickte er mit einem gewissen Neid auf Franklin, der sich ganz an das Leben in der Pariser Gesellschaft angepasst zu haben schien. Franklin genieĂe, so beklagte sich Adams in einem Schreiben an einen Freund, âein Reputationsmonopolâ in Frankreich.cite-ref-104[104] Franklins Leben in Paris, so Adams in einer Tagebuchnotiz, sei von fortdauernder Genusssucht geprĂ€gt.cite-ref-105[105] Er stehe erst spĂ€t am Morgen auf, treffe sich dann mit Freunden, amĂŒsiere sich am Nachmittag und sei jeden Tag zu Abendessen eingeladen, von denen er erst zwischen neun Uhr abends und Mitternacht zurĂŒckkomme.cite-ref-106[106]
Besonders schockiert zeigte sich Adams von Franklins Umgang mit Frauen der Pariser Gesellschaft. Franklin flirtete zunĂ€chst mit Anne-Louise de Harancourt Brillon de Jouy, der Frau eines französischen Adligen, die auf einem Gut unweit von Franklins Gastgeber in Passy lebte, und spĂ€ter mit Anne-Catherine de Ligniville HelvĂ©tius, einer SalonniĂšre bekannt unter dem Namen âMadame HelvĂ©tiusâ. Franklin, so bemerkte John Adams, habe als ĂŒber SiebzigjĂ€hriger âweder seine Liebe zur Schönheit noch seinen Geschmack daran verlorenâ.cite-ref-107[107] Insbesondere Kommentatoren des 19. Jahrhunderts haben Franklins romantisch-kokette Beziehungen zu Frauen negativ ausgelegt und ihn als einen unmoralischen SchĂŒrzenjĂ€ger dargestellt.cite-ref-108[108] Die jĂŒngere Forschung stellt dagegen heraus, dass Franklins Beziehungen zu Frauen keine âAffairenâ waren, sondern vielmehr platonische VerhĂ€ltnisse, in denen Franklin zumeist die Rolle des Ă€lteren und damit lebenserfahreneren Mentors spielte. Auf diese Weise baute sich Franklin, der viele Jahre fernab seiner eigenen Familie verbrachte, jedes Mal eine neue und perfektere Ersatzfamilie auf, was sich unter anderem darin widerspiegelte, dass ihn viele seiner â zumeist jĂŒngeren â Briefpartnerinnen als âmon cher papaâ oder âfatherâ titulierten.cite-ref-109[109]
Der Frieden von Paris
Mit dem Eingreifen der Franzosen wandte sich das Blatt im UnabhĂ€ngigkeitskrieg. Nach der britischen Niederlage in der Schlacht bei Yorktown erkannte General Cornwallis die Aussichtslosigkeit der Lage und willigte im Oktober 1781 in die vollstĂ€ndige Kapitulation seiner Truppen ein. Daraufhin votierte das britische Unterhaus am 27. Februar 1782 fĂŒr eine Einstellung der Kampfhandlungen. Damit stand der Friedensschluss in greifbarer NĂ€he.
Am 15. April nahm der britische UnterhĂ€ndler Richard Oswald (1705â1784) mit Franklin Kontakt auf und schlug ihm einen Separatfrieden zwischen GroĂbritannien und den Vereinigten Staaten vor. Doch zunĂ€chst zögerte Franklin. Er schrieb âIch lieĂ ihn wissen, dass Amerika nur im Verbund mit Frankreich verhandeln werdeâ.cite-ref-110[110] Da Franklin jedoch unter allen UmstĂ€nden vermeiden wollte, dass GroĂbritannien und Frankreich ohne Beteiligung der Amerikaner zu einem Ausgleich kommen wĂŒrden, lieĂ er sich schlieĂlich auf das Angebot Oswalds ein und begann geheime Friedensverhandlungen mit den Briten. Am 10. Juli 1782 ĂŒbergab er Oswald ein Schreiben, in dem er die Friedensbedingungen festlegte.cite-ref-111[111] GroĂbritannien sollte die Vereinigten Staaten als unabhĂ€ngige Nation anerkennen und alle seine Truppen aus Amerika abziehen. Gleichzeitig sollten die Briten Reparationszahlungen fĂŒr die Zerstörungen in Amerika leisten, ein Freihandelsabkommen unterzeichnen und Kanada an die Vereinigten Staaten abtreten. In sein Handeln weihte Franklin weder den amerikanischen Kontinentalkongress noch den französischen AuĂenminister Vergennes ein.
Im Oktober 1782 hielt Franklin die schriftliche Antwort GroĂbritanniens auf seinen Friedensvorschlag in HĂ€nden. Kanada, so die Antwort der Briten, sollte im Britischen Empire verbleiben, auf Franklins Bedingung einer Anerkennung der Vereinigten Staaten dagegen gingen die Briten ein. Am Morgen des 30. November 1782 schlieĂlich trafen sich die amerikanischen UnterhĂ€ndler, zu denen neben Franklin auch John Jay, John Adams und Henry Laurens gehörten, zur Unterzeichnung des Vertrages mit dem britischen UnterhĂ€ndler im Pariser Grand Hotel Muscovite. Der Vertrag enthielt eine Klausel, nach der er erst Rechtskraft erlangte, wenn auch Frankreich zugestimmt hatte. Dies Ă€nderte aber nichts daran, dass Franklin hinter dem RĂŒcken der Franzosen mit den Briten verhandelt hatte. Am 17. Dezember schickte Franklin dem französischen AuĂenminister Vergennes den Vertragstext und ein Entschuldigungsschreiben. Eine Woche spĂ€ter trafen sich die beiden zu einem persönlichen GesprĂ€ch in Versailles. KĂŒhl und zugleich freundlich stellte Vergennes fest, der französische König sei ĂŒber das plötzliche Zustandekommen des Vertrages nicht erfreut, und das Handeln der Amerikaner sei nicht âsonderlich höflichâ gewesen.cite-ref-112[112] Gleichzeitig sicherte er Franklin aber zu, die Franzosen blieben den Amerikanern auch weiterhin freundschaftlich verbunden. Mit diesem Erfolg beim Zustandekommen des Friedens von Paris, so der amerikanische Historiker Gordon S. Wood, war Franklin an der Entstehung aller drei groĂen Dokumente des Krieges beteiligt: der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung, dem Freundschaftsvertrag mit Frankreich und schlieĂlich auch dem Friedensvertrag mit GroĂbritannien.cite-ref-113[113]
Letzte Jahre: Philadelphia 1785â1790
ZurĂŒck in der Heimat
Nachdem Franklin im FrĂŒhjahr 1785 als diplomatischer Vertreter der Vereinigten Staaten in Frankreich von Thomas Jefferson abgelöst worden war, kehrte er nach Philadelphia zurĂŒck und wurde dort mit SalutschĂŒssen und KirchengelĂ€ut empfangen.cite-ref-114[114] Sein Ansehen hatte durch die Berichte von John Adams und Arthur Lee nicht gelitten. Durch schwere, schmerzhafte Krankheiten geplagt, verbrachte er seine Zeit mit der Familie und pflegte Kontakte zu alten Freunden. So traf er sich mit den vier ĂŒberlebenden Mitgliedern seiner Freiwilligen Feuerwehr aus dem Jahr 1736 und stellte der American Philosophical Society fĂŒr einige ihrer Treffen sein Haus zur VerfĂŒgung. Sein Haus lieĂ er vergröĂern, so dass seine umfangreiche Privatbibliothek Platz fand. Als sich bei den Bauarbeiten herausstellte, dass ein von ihm installierter Blitzableiter sein Haus wĂ€hrend seiner Abwesenheit in Frankreich vor einer Katastrophe bewahrt hatte, schrieb Franklin voller Stolz: âSo ist schlieĂlich die Erfindung fĂŒr den Erfinder von Nutzen gewesen.âcite-ref-115[115]
PrÀsident von Pennsylvania
Die Revolution hatte viele Probleme Pennsylvanias, in die Franklin zu Beginn seiner politischen Karriere so eng verstrickt gewesen war, mit einem Streich erledigt.cite-ref-116[116] Noch im Jahr 1776 waren der EigentĂŒmerfamilie Penn alle Privilegien aberkannt worden. Gleichzeitig erhielten alle steuerpflichtigen Einwohner Pennsylvanias das Wahlrecht. Die Mitglieder des von Franklin favorisierten Einkammerparlaments hatten nach ihrer Wahl einen Eid zu leisten, in dem sie sich verpflichteten, die Interessen des Volkes zu vertreten. Die politische Landschaft Pennsylvanias blieb indessen gespalten. Vertreter der Handwerker und Bauern (genannt âKonstitutionalistenâ) standen den Vertretern der wohlhabenden BĂŒrger (genannt âRepublikanerâ) gegenĂŒber.
Bei Franklins RĂŒckkehr befanden sich beide Gruppen im Wahlkampf. Beide Seiten hofften, dass Franklin eine versöhnende Rolle einnehmen werde, und so nominierten sie ihn fĂŒr den Executive Council. Dieser bestand aus zwölf Vertretern und ĂŒbte die Regierungsgewalt anstelle eines Gouverneurs aus. Nach seiner Wahl in den Executive Council bestimmte das Abgeordnetenhaus Franklin zum PrĂ€sidenten Pennsylvanias.
Franklin ĂŒbte dieses Amt in den Jahren 1786 und 1787 noch zwei weitere Male aus. Seiner Schwester gegenĂŒber gab er zu: âDieses allgemeine und unbegrenzte Vertrauen des gesamten Volkes schmeichelt meiner Eitelkeit viel mehr als ein Adelstitel.âcite-ref-117[117]
Der Verfassungskonvent von 1787
Mit der Ratifizierung der Konföderationsartikel im Jahr 1781 hatten sich die dreizehn GrĂŒnderstaaten als ein loser Bund souverĂ€ner Einzelstaaten konstituiert. Durch die widerstreitenden Interessen der Einzelstaaten war diese Konföderation immer wieder handlungsunfĂ€hig. So war der Kontinentalkongress ein ums andere Mal nicht in der Lage, ausstehende Zahlungen zu begleichen und ein notwendiges Quorum von 9 aus 13 Stimmen behinderte die Entscheidungsfindung bei Abstimmungen. DarĂŒber hinaus wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch Schutzzölle der Einzelstaaten behindert. Um diese MissstĂ€nde zu beseitigen, wurde fĂŒr Mai 1787 ein Verfassungskonvent in Philadelphia einberufen. Dieser sollte die politische Organisation der Vereinigten Staaten ĂŒberprĂŒfen und bei Bedarf neu aushandeln.
Die Philadelphia Convention tagte vom 25. Mai bis zum 17. September 1787.cite-ref-118[118] Mit seinen 81 Jahren war Franklin, der zu den Delegierten Pennsylvanias gehörte, das Ă€lteste Konventsmitglied. Zu den Treffen wurde er â um seine Schmerzen zu lindern â in einer SĂ€nfte getragen. Da ihm das Stehen schwerfiel, schrieb er seine Reden auf und lieĂ sie von einem anderen Delegierten in der Versammlung vorlesen. In Beratungspausen empfing er kleinere Gruppen von Delegierten in seinem Haus in der Market Street.
Was seine politischen VorschlĂ€ge anging, so wurden diese mit viel Respekt zur Kenntnis genommen, aber zumeist in aller Stille zu den Akten gelegt.cite-ref-119[119] Dies galt fĂŒr seine Idee eines Einkammersystems genauso wie fĂŒr seine Vorstellung, dass Amtsinhaber kein Gehalt fĂŒr ihre Arbeit erhalten sollten. Abgelehnt wurde auch sein Vorschlag, einen mehrköpfigen Regierungsrat anstelle eines PrĂ€sidenten einzusetzen sowie seine Anregung, einen Priester dafĂŒr zu bezahlen, die Sitzungen des Verfassungskonventes mit einem gemeinsamen Gebet einzuleiten.
In einer zentralen Frage allerdings hatte Franklins Einfluss entscheidende Wirkung. Die Delegierten standen vor der Frage, ob der zukĂŒnftige Kongress im VerhĂ€ltnis zur Einwohnerzahl der einzelnen Mitgliedsstaaten besetzt werden, oder ob die Mitgliedsstaaten eine gleiche Zahl von Delegierten entsenden sollten. WĂ€hrend das erste Modell die einwohnerreichen Staaten begĂŒnstigte, waren es im zweiten Modell die kleineren Staaten. Als die Kongressteilnehmer sich wegen dieser Frage mehr und mehr zerstritten, arbeitete Franklin â einem Kompromissvorschlag Roger Shermans aus Connecticut folgend â eine Lösung aus, die schlieĂlich in die Verfassung aufgenommen wurde. Im ReprĂ€sentantenhaus wĂŒrde jeder Bundesstaat im VerhĂ€ltnis zu seiner Bevölkerung vertreten sein, in den Senat sollte jeder Staat zwei Abgeordnete entsenden. Franklin war zwar nicht der Urheber der Idee, letztendlich sorgte aber sein Prestige dafĂŒr, dass in dieser entscheidenden Frage Einigkeit hergestellt werden konnte.cite-ref-120[120]
Zum Abschluss des Verfassungskonventes wandte Franklin sich noch einmal an die Delegierten. Er hob hervor, dass er im Verlauf seines langen Lebens schon manche Meinung habe revidieren mĂŒssen und niemand die reine Wahrheit kenne. Auch wenn die vorliegende Verfassung Fehler habe, so sei solches doch nie zu vermeiden. Er sei erstaunt, wie nahe das Schlussdokument an der Vollkommenheit sei. âDeshalbâ, so fuhr er fort, âstimme ich [der Verabschiedung] dieser Verfassung zu. Weil ich nichts besseres erwarte und weil ich nicht sicher bin, dass es nicht das Beste ist.âcite-ref-121[121]
Kampf gegen die Sklaverei
In seinem letzten Lebensjahr engagierte sich Franklin öffentlichkeitswirksam fĂŒr die Abschaffung der Sklaverei.cite-ref-122[122] Seine Einstellung zur Sklavenhaltung hatte er bis dahin grundlegend verĂ€ndert. WĂ€hrend seiner Zeit als Verleger in Philadelphia lieĂ er noch Anzeigen fĂŒr den Verkauf von Sklaven oder fĂŒr die Suche nach entlaufenen Sklaven drucken und besaĂ in seinem Haushalt zudem eigene Sklaven. Doch schon 1729 hatte er eine der ersten Veröffentlichungen gegen die Sklaverei in den Kolonien gedruckt, und seine Frau Deborah meldete ihre Haussklaven in einer Schule fĂŒr Schwarze in Philadelphia an. Seine 1751 veröffentlichte Schrift Observations Concerning the Increase of Mankind zeigt, dass Franklin damals die Sklavenhaltung gröĂtenteils noch aus wirtschaftlichen Ăberlegungen verurteilte. In den 1770er Jahren sympathisierte er mit dem Sklavereigegner Anthony Benezet, rĂ€umte jedoch ein, ein sofortiger Einfuhrstopp fĂŒr Sklaven kĂ€me erst âmit der Zeitâ.cite-ref-123[123]
Franklins Engagement gegen die Sklaverei kulminierte in seiner Berufung zum PrĂ€sidenten der 1787 gegrĂŒndeten Pennsylvania Abolition Society. In fĂŒr ihn typischer Manier gab er der Gesellschaft eine detaillierte Satzung âfĂŒr die Verbesserung der LebensumstĂ€nde freier Schwarzerâ.cite-ref-124[124] Im Namen der Gesellschaft schickte er schlieĂlich eine Petition an den Kongress, in der er dazu aufrief, die Freiheit der BĂŒrger der Vereinigten Staaten ungeachtet ihrer Hautfarbe zu garantieren.cite-ref-125[125] Doch seine BemĂŒhungen waren erfolglos. AngefĂŒhrt von dem Abgeordneten James Jackson aus Georgia, verwarf der Kongress die Petition mit dem Hinweis, dass die Sklaverei durch die Bibel legitimiert und ohne die Sklaven die harte Arbeit auf den Plantagen nicht zu bewĂ€ltigen sei.cite-ref-126[126]
Als Antwort auf Jacksons Rede vor dem Kongress verfasste Franklin die fiktive Rede eines gewissen Sidi Mehemet Ibrahim, Mitglied des DÄ«wÄn von Algier, die er unter dem Pseudonym âHistoricusâ an die Zeitung Federal Gazette schickte.cite-ref-127[127] In diesem Text, der in seiner Aufmachung an Franklins Edict from the King of Prussia anknĂŒpfte, attackierte ein osmanischer Schreiber eine Petition, die das Ende der Versklavung europĂ€ischer Christen einforderte. âWer wird in diesem heiĂen Klima unser Land bearbeiten, wenn wir es verbieten, ihr Volk [die Christen] zu versklaven?â lieĂ Franklin den Schreiber fragen.cite-ref-128[128] Franklins Satire endet mit dem Kommentar, dass der Diwan â analog zum amerikanischen Kongress â die Petition mit der Bemerkung verwarf, es sei im Interesse des Staates, die Praxis der Sklaverei aufrechtzuerhalten.cite-ref-129[129]
Krankheit und Tod
Im April 1790 verschlechterte sich Franklins Gesundheitszustand. Er litt unter einer BrustfellentzĂŒndung, hohem Fieber und heftigen Schmerzen in der Lunge. Als seine Tochter Sally ihm wĂŒnschte, er möge doch bald genesen und noch viele Jahre leben, entgegnete Franklin schwach: âIch hoffe nicht.âcite-ref-130[130]
Am Abend des 17. April 1790, drei Monate nach seinem 84. Geburtstag, starb Franklin im Kreise seiner Familie. Vier Tage spĂ€ter wurde er neben seiner Frau Deborah unter groĂer Anteilnahme der Bevölkerung von Philadelphia beigesetzt. GemÀà seinem letzten Willencite-ref-131[131] bedeckt eine schlichte Marmorplatte mit den Worten âBenjamin und Deborah Franklin 1790â das Grab.
1728, mit zweiundzwanzig Jahren, hatte Franklin die folgende Grabinschrift verfasst, die zunÀchst nur in verschiedenen Handschriften in Umlauf war, bis sie 1770 in An Astronomical Diary; Or Almanack, for the Year of Our Lord Christ 1771, Calculated for the Meridian of Boston, New England gedruckt herauskam:
âDer Leib Benjamin Franklins, Druckers,
Gleich dem Einband eines alten Buches,
Sein Inhalt herausgerissen und des Titels wie der Vergoldung beraubt,
Liegt hier, Speise fĂŒr WĂŒrmer;
Doch soll das Werk nicht verloren sein,
Sondern es wird, wie er glaubte, noch einmal
In einer neuen, schöneren Ausgabe erscheinen,
Berichtigt und ergÀnzt von seinem Schöpfer.
Er wurde geboren am 6. Januar 1706 und starb _ 17__.âcite-ref-132[132]
Franklin und das Schachspiel
Franklin hatte groĂen Anteil an der Popularisierung des Schachspiels in den Vereinigten Staaten. Sein Essay The morals of chess von 1786, der auch im ersten in den USA gedruckten Schachbuch Chess made easy von 1802 nachgedruckt wurde, gilt als erster amerikanischer Beitrag zur Schachliteratur. 1999 wurde Franklin in die US Chess Hall of Fame aufgenommen.cite-ref-133[133]
Wann genau er das Spiel erlernte, ist nicht bekannt. In seiner Autobiographie erwĂ€hnt er, dass er 1733 öfter mit einem Bekannten Schach gespielt habe. Um dadurch nicht allzu sehr von seinen sonstigen Studien abgelenkt zu werden, vereinbarte er mit seinem Gegner, dass der Gewinner einer Partie dem Verlierer eine Lernaufgabe stellen durfte und sich dadurch die Bildung beider Spieler verbessert habe. Franklin besaĂ nachweislich mehrere SchachbĂŒcher und war mit dem Werk von François-AndrĂ© Danican Philidor vertraut. Vor seiner Abreise nach England 1757 bat er seine Frau in einem Brief, ihm einige dieser BĂŒcher nachzuschicken. WĂ€hrend seines Aufenthalts in London galt er dort als guter Spieler, was ihm 1774 zum Vorteil gereichte, indem er Einladungen zu einer Schachpartie mit der Schwester von Lord Howe zu informellen Verhandlungen mit diesem nutzen konnte. In Paris verkehrte Franklin oft im CafĂ© de la RĂ©gence und traf sehr wahrscheinlich auch Philidor. 1780 lernte er dort den als begeisterten Schachspieler bekannten William Jones kennen. AuĂerdem spielte Franklin â mit unbekanntem Resultat â gegen den SchachtĂŒrken und gab dessen Erfinder Wolfgang von Kempelen ein Empfehlungsschreiben fĂŒr Hans Moritz von BrĂŒhl. Nach seiner RĂŒckkehr in die Vereinigten Staaten endeten die SchachaktivitĂ€ten Franklins. Er fand anscheinend keine adĂ€quaten Spielpartner mehr und wandte sich dem Kartenspiel zu. Da keine Partien von ihm erhalten sind, kann ĂŒber seine SpielstĂ€rke nur spekuliert werden.cite-ref-134[134]
Rezeption
In den ersten Jahrzehnten nach Franklins Tod Ă€uĂerten sich vormalige Franklin-Kritiker milde zu dessen Person.cite-ref-135[135] In einer Lobrede wĂ€hrend des BegrĂ€bnisses hob William Smith (1727â1803), erster Kanzler der UniversitĂ€t von Pennsylvania, die philanthropischen und wissenschaftlichen Leistungen Franklins hervor. Und auch John Adams, der Franklin zu Lebzeiten scharf kritisiert hatte, kam in der RĂŒckschau zu einem deutlich ausgewogeneren Urteil. Adams stellte die groĂen Errungenschaften Franklins auf wissenschaftlichem und schriftstellerischem Gebiet heraus und rechtfertigte seine frĂŒhere Kritik mit dem Hinweis, Franklins GröĂe habe geradezu dazu herausgefordert, auch seine negativen Eigenschaften darzustellen.cite-ref-136[136]
Franklins Reputation stieg noch weiter, nachdem sein Enkel William Temple Franklin (1760â1823) 1817 eine Ausgabe seiner Schriften veröffentlicht hatte. Der Literaturkritiker Lord Jeffrey (1773â1850) lobte Franklin fĂŒr seinen âeinfachen Witzâ und pries ihn als einen der groĂen Vertreter des Rationalismus.cite-ref-137[137]
AnhĂ€nger der Romantik wie John Keats kamen in der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts naturgemÀà zu einem anderen Urteil. So schrieb Keats in einem Brief an seinen Bruder, Franklin sei âvoller erbĂ€rmlicher und auf Sparsamkeit ausgerichteter Lebensregelnâ und âkein groĂartiger Mannâ gewesen.cite-ref-138[138]
Mit dem Anbruch des Gilded Age, einer BlĂŒtezeit der Wirtschaft nach dem Sezessionskrieg, wurde Franklin als Musterbeispiel eines sozialen Aufsteigers wieder in weitaus positiverem Licht gesehen. Thomas Mellon (1813â1908), GrĂŒnder der Bank of New York Mellon, lieĂ eine Franklin-Statue vor der HauptgeschĂ€ftsstelle seiner Bank errichten und erklĂ€rte, Franklins Beispiel habe ihn dazu inspiriert, die Farm seiner Eltern nahe Pittsburgh zu verlassen und eine Karriere als GeschĂ€ftsmann zu beginnen.cite-ref-referenceb-139-0[139] Andrew Carnegie gab an, er sei von Franklin zur Einrichtung öffentlicher Bibliotheken angeregt worden.cite-ref-referenceb-139-1[139] Der Historiker Frederick Jackson Turner schrieb 1887, Franklins Leben sei die Geschichte des amerikanischen Common Sense in seiner Reinform.cite-ref-140[140]
In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts schlug die Stimmung erneut um. Der Soziologe Max Weber zog Franklin in seinem Werk Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus ein ums andere Mal als Negativbeispiel fĂŒr eine Gesinnung heran, die allein auf die Steigerung des eigenen finanziellen Wohlstandes gerichtet ist.cite-ref-141[141] Der englische Schriftsteller D. H. Lawrence lehnte Franklin wegen seiner unromantischen und bourgeoisen Haltung ab und stellte in seinen Studies in Classic American Literature 1923 schlichtweg fest: âIch mag ihn nichtâ.cite-ref-142[142] In seiner Kritik setzte er Franklin mit seiner Figur Poor Richard gleich, mit dessen SinnsprĂŒchen er schlechte Kindheitserinnerungen verband. Franklins eigene Lebensmaximen wandelte Lawrence nach eigenem Geschmack um. Aus âBe always employed in something usefulâ, machte er: âServe the Holy Ghost; never serve mankindâ und âWrong none by doing injuriesâ verwandelte Lawrence in âThe only justice is to follow the sincere intuition of the soul, angry or gentle.âcite-ref-143[143]
In der Great Depression stieg Franklins Ansehen erneut stark an â Werte wie Sparsamkeit und Gemeinsinn standen wieder hoch im Kurs. Der Philosoph Herbert Schneider (1892â1984) wies in seinem Buch The Puritan Mind auf den Umstand hin, dass bisherige Angriffe sich vor allem auf den Poor Richard richteten und nicht so sehr auf Franklin selbst, der sein Leben nicht auf den eigenen Reichtum hin ausgerichtet hatte. Carl Van Doren (1885â1950), Schneiders Kollege an der Columbia University, veröffentlichte 1938 eine vielbeachtete Franklin-Biographie, fĂŒr die er ein Jahr spĂ€ter den Pulitzer-Preis fĂŒr Biographie oder Autobiographie erhielt und die noch heute zu den Standardwerken zu Franklin gehört. Und der Wissenschaftshistoriker I. Bernard Cohen begann seine UniversitĂ€tskarriere mit einer Untersuchung, in der er Franklin in Bezug auf seine wissenschaftlichen Leistungen auf eine Stufe mit Isaac Newton stellte.
Die amerikanische Selbsthilfe-Literatur bezog sich auf Franklin und spannte ihn gleichzeitig vor ihren Karren. Dale Carnegie las Franklins Autobiographie, als er an seinem 1937 erschienenen Bestseller How to Win Friends and Influence People arbeitete. Und auch Stephen Covey nahm in seinem 1989 erstmals erschienenen Bestseller The Seven Habits of Highly Effective People auf Franklin Bezug. Heute fĂŒllt eine lange Reihe von Werken mit Benjamin Franklins Namen im Titel die amerikanischen Buchregale,cite-ref-144[144] darunter Benâs Book of Virtues: Ben Franklinâs Simple Weekly Plan for Success and Happiness, Ben Franklinâs 12 Rules of Management: The Founding Father of American Business Solves Your Toughest Problems oder The Ben Franklin Factor: Selling One to One.
Im akademischen Bereich erlebte die BeschĂ€ftigung mit Franklin vor allem in den Jahren um den dreihundertsten Jahrestag seines Geburtstages einen Aufschwung. In The First American, erschienen 2000, beschreibt H. W. Brands Franklins Entwicklung in einer âsoliden und ausgewogenen erzĂ€hlerischen Biographieâ (Isaacson).cite-ref-145[145] Im Jahr 2002 folgte mit Edmund S. Morgans Biographie ein Werk, das auf einer grĂŒndlichen Studie der Papers of Benjamin Franklin basiert. Ein Jahr spĂ€ter legte der ehemalige Journalist Walter Isaacson eine Studie zu Franklins Leben und Werk vor, die es bis auf die Bestseller-Liste der New York Times schaffte. 2004 erschien Gordon S. Woods Werk The Americanization of Benjamin Franklin, in der der emeritierte Historiker die persönliche Entwicklung Benjamin Franklins nachzeichnet und diese mit der populĂ€ren Sichtweise auf Franklin abgleicht.
Im Jahr 2005 veröffentlichte Stacy Schiff die Biografie âA Great Improvisation: Franklin, France, and the Birth of Americaâ. Basierend darauf wurde die Miniserie Franklin produziert.
Ehrungen
⹠Benennung unter anderem des Asteroiden (5102) Benfranklin, des Forschungs-Mesoskaphen Ben Franklin (PX-15), der Schriftart Franklin Gothic, des FlugzeugtrÀgers Franklin und der TeebaumgewÀchsart Franklinie
âą Benennung von Auszeichnungen (z. B. Benjamin Franklin Medal) und Orten (z. B. Franklin, Franklin County, Franklin Park und Franklinton)
Schriften (Auswahl)
Siehe auch
:
Liste von Schriften Benjamin Franklins
âą Experiments and observations on electricity, made at Philadelphia in America. E. Cave, London 1751 (Digitalisat).
âą Weitere Auflage: David Henry, London 1769 (Digitalisat).
Literatur
Hilfsmittel
âą C. William Miller: Benjamin Franklinâs Philadelphia Printing, 1728â1766. A Descriptive Bibliography, Philadelphia 1974 (Kommentierte Bibliographie aller bekannten von Franklin in Philadelphia gedruckten Werke).
Quellen
âą Leonard W. Labaree, William B. Willcox, Claude A. Lopez, Barbara B. Oberg, Ellen R. Cohn [u. a.] (Hrsg.): The Papers of Benjamin Franklin, New Haven & London 1959â (Die heute maĂgebliche Ausgabe der Schriften; im Gegensatz zur Ă€lteren zehnbĂ€ndigen Ausgabe von Albert Henry Smyth enthĂ€lt sie neben den von Franklin verfassten Briefen auch eine gröĂere Menge an Franklin adressierter Briefe. Der zuletzt erschienene 39. Band der auf insgesamt 46 BĂ€nde angelegten Ausgabe deckt den Zeitraum bis Mai 1783 ab. Ein vorlĂ€ufiger Gesamtindex der BĂ€nde 1 bis 36 ist als PDF-Dokument (9,5 MB) verfĂŒgbar).
âą J. A. Leo Lemay, P. M. Zall (Hrsg.): The Autobiography of Benjamin Franklin: A Genetic Text, Knoxville 1981 (Historisch-kritische Ausgabe der Autobiographie).
âą Leonard W. Labaree, Ralph L. Ketcham, Helen C. Boatfield (Hrsg.): The Autobiography of Benjamin Franklin, Second Edition, with a new foreword by Edmund S. Morgan, New Haven & London 2003, ISBN 0-300-09858-8 (Handliche Taschenbuchausgabe).
âą Benjamin Franklinâs Experiments: A New Edition of Franklinâs Experiments and Observations on Electricity, ed., with a critical and historical introduction, by I. Bernard Cohen, Cambridge, Mass., 1941 (Nachdruck der 5. Ausgabe von 1774).
Biographien
âą Julius Kell: Lebensbeschreibung Benjamin Franklinâs, des thatkrĂ€ftigen Mannes und freisinnigen Volksfreundes, Leipzig 1845
âą Alan Craig Houston: Benjamin Franklin and the politics of improvement. Yale University Press, New Haven, Conn. u. a. 2008, ISBN 978-0-300-12447-7.
âą Joseph A. Leo Lemay: The Life of Benjamin Franklin, 3 BĂ€nde, Philadelphia 2006â (Durch den Tod Lemays im Jahr 2008 unvollendete Biographie).
âą Band 1: Journalist: 1706â1730, Philadelphia 2006, ISBN 0-8122-3854-0.
âą Band 2: Printer and Publisher: 1730â1747, Philadelphia 2006, ISBN 0-8122-3855-9.
âą Band 3: Soldier, Scientist, and Politician, 1748â1757, Philadelphia 2008, ISBN 978-0-8122-4121-1.
âą Walter Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life, New York [u. a.] 2003, ISBN 0-684-80761-0.
âą Edmund S. Morgan: Benjamin Franklin, New Haven & London 2003, ISBN 0-300-10162-7 (dt. Ausgabe: Benjamin Franklin. Eine Biographie, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-406-53508-9, dazu die Rezension von JĂŒrgen Martschukat in sehepunkte 7, 2 (2007)).
âą Gordon S. Wood: The Americanization of Benjamin Franklin, New York 2004, ISBN 1-59420-019-X.
âą H. W. Brands: The First American. The Life and Times of Benjamin Franklin, New York [u. a.] 2000, ISBN 0-385-49328-2.
âą Carl Van Doren: Benjamin Franklin, Nachdruck der Ausgabe von 1938, New York 1991, ISBN 0-14-015260-1 (Nach wie vor eines der Standardwerke zum Thema).
âą JĂŒrgen Overhoff: Benjamin Franklin. Erfinder, Freigeist, Staatenlenker, Stuttgart, 2006, ISBN 3-608-94134-7 (rezensiert von P. Fuchs in Historische Zeitschrift 284, 1 (2007)).
Darstellungen zu Einzelaspekten
âą Larry E. Tise (Hrsg.): Benjamin Franklin and Women, University Park, Pa. 2000, ISBN 0-271-02034-2.
âą Robert Middlekauff: Benjamin Franklin and His Enemies, Berkeley [u. a.] 1996, ISBN 0-520-20268-6.
âą Sheila L. Skemp: Benjamin and William Franklin: Father and Son, Patriot and Loyalist, Boston, Mass. [u. a.] 1994, ISBN 0-312-08617-2.
âą I. Bernard Cohen: Benjamin Franklinâs Science, Cambridge, Mass. [u. a.] 1990, ISBN 0-674-06658-8.
âą Claude-Anne Lopez / Eugenia W. Herbert: The Private Franklin: The Man and His Family, New York 1975, ISBN 0-393-07496-X.
Weblinks
Wikiquote: Benjamin Franklin
â Zitate
Commons
: Benjamin Franklin
â Album mit Bildern
Wikisource: Benjamin Franklin
â Quellen und Volltexte
âą Literatur von und ĂŒber Benjamin Franklin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Werke von und ĂŒber Benjamin Franklin in der Deutschen Digitalen Bibliothek
âą Werke von Benjamin Franklin im Projekt Gutenberg-DE
âą Werke von Benjamin Franklin im Project Gutenberg
âą The Papers of Benjamin Franklin, Digital Edition (Die Webausgabe der Papers of Benjamin Franklin ersetzt die frĂŒher verfĂŒgbare CD-ROM-Ausgabe und kann kostenfrei genutzt werden. Die Seite verfĂŒgt ĂŒber eine Volltextsuche und ist nach dem jeweiligen Band der Druckausgabe, nach Namen und nach Datum indexiert. Im Gegensatz zur Druckausgabe enthĂ€lt die Webausgabe keine einleitenden Anmerkungen der Herausgeber und auch keine FuĂnoten. Die Korrespondenten Franklins werden in Kurzbiographien vorgestellt.)
âą Benjamin Franklin in der Datenbank der National Governors Association (englisch)
âą Almut Finck: 17.04.1790 - Todestag von Benjamin Franklin. WDR ZeitZeichen vom 17. April 2015 (Podcast, 14:47 min).
Einzelnachweise
cite-note-11. â âto enjoy their Mode of Religion with Freedomâ, hier zitiert nach Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.) The Autobiography of Benjamin Franklin, 2. Auflage, New Haven & London 2003, S. 51.
cite-note-22. â Hierzu Walter Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life, New York [u. a.] 2003, S. 10 f.
cite-note-33. â Zu Josiah Franklin vgl. Arthur Tourtellot, Benjamin Franklin: The Shaping of Genius, the Boston Years, Garden City, N.Y. 1977, S. 47â52, sowie Nian Sheng Huang: Franklinâs Father Josiah: Life of a Colonial Boston Tallow Chandler, 1657â1745. In: Transactions of the American Philosophical Society 90 (2000), pt. 3.
cite-note-44. â Vgl. Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 18â20.
cite-note-55. â Zu Franklins Veröffentlichungen als Silence Dogood ausfĂŒhrlicher Carl Van Doren: Benjamin Franklin, Nachdruck der Ausgabe von 1938, New York 1991, S. 21â32, sowie Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life, S. 27â33.
cite-note-66. â Vielzitiert ist in diesem Zusammenhang die von Silence Dogood gestellte Frage, âwhether a Commonwealth suffers more by hypocritical pretenders to religion or by the openly profane?â (der gesamte Artikel erschien im New England Courant vom 16. und 23. Juli 1722). Franklin griff damit â ohne ihn allerdings beim Namen zu nennen â Gouverneur Thomas Dudley an, der vor der Ăbernahme seines Amtes in Massachusetts Priester gewesen war. Vgl. Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 32.
cite-note-77. â âOf all knaves, the religious knave is the worstâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 32.
cite-note-88. â H. W. Brands, The First American, New York [u. a.] 2000, S. 32.
cite-note-99. â AusfĂŒhrlicher hierzu Van Doren, Benjamin Franklin, S. 51 f.
cite-note-1010. â Vgl. Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 48â50.
cite-note-1111. â Alexander Lawson: Anatomy of a Typeface, New Hampshire 2002, S. 298.
cite-note-1212. â NĂ€here Angaben zu Herausgeberschaft, Erscheinungsweise und Format finden sich in Eighteenth-Century American Newspapers in the Library of Congress, 598. The Pennsylvania gazette (zuletzt abgerufen am 30. Dezember 2010). AusfĂŒhrlichere Hinweise zur Pennsylvania Gazette bei Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 64â72.
cite-note-1313. â âI, Benjamin Franklin of Philadelphia, printerâ, Last will and Codicil, 23. Juni 1789, Papers CD 46:u20, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 48â50.
cite-note-1414. â Zum Junto ausfĂŒhrlicher H. W. Brands, The First American, New York [u. a.] 2000, S. 92â100, Van Doren: Benjamin Franklin, S. 74â80, sowie Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 55â60.
cite-note-1515. â âThe hard-to-begovernâd Passion of Youth, had hurried me frequently into Intrigues with low Women that fell in my Wayâ, hier zitiert nach Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.): Autobiography of Benjamin Franklin, S. 128.
cite-note-1616. â Hier folgend H. W. Brands, The First American, S. 108.
cite-note-1717. â In der Forschung ist das genaue Geburtsdatum Gegenstand weitlĂ€ufiger Spekulation. Eine knappe Zusammenfassung findet sich bei Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 76â78.
cite-note-1818. â âThe greatest vilain upon earthâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 77.
cite-note-1919. â â[Franklin] helped to define what would become a dominant tradition in Amerikan folk humor: the naĂŻvely wicket wit and homespun wisdom of down-home characters who seem to be charmingly innocent but are sharply pointed about the pretensions of the elite and the follies of everyday lifeâ, Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 95.
cite-note-2020. â Diese Verkaufs- und Auflagenzahlen nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 100. Eine detaillierte Darstellung zum Poor Richard Almanack bietet H. W. Brands, The First American, S. 121â131.
cite-note-2121. â In seiner Autobiographie schreibt Franklin hierzu: âThe Library afforded me the means of Improvement by constant Study, for which I set apart an Hour or two each Day; and thus repairâd in some Degree the Loss of the Learned Education my Father once intended for meâ. Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.): Autobiography of Benjamin Franklin, S. 143.
cite-note-2222. â Diese Zahlen nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 104.
cite-note-2323. â âAn ounce of prevention is worth a pound of cureâ, hier zitiert nach H. W. Brands, The First American, S. 135.
cite-note-2424. â Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 123.
cite-note-2525. â Die Frage, wer die Kolonie retten könne, beantwortete Franklin in seiner Schrift mit den Worten âWe, the middling people [âŠ] The tradesmen, shopkeepers and farmers of this province and cityâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 124.
cite-note-2626. â âIt is designed to mix the great and the small together [âŠ] There should be no distinction from circumstance, but all be on the levelâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 124.
cite-note-2727. â Hierzu ausfĂŒhrlicher H. W. Brands, The First American, S. 184â186.
cite-note-2828. â âHe is a dangerous man and I should be very glad [if] he inhabited any other country, as I believe him of a very uneasy spiritâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 124.
cite-note-2929. â Diese Angaben nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 127.
cite-note-3030. â âa member of colonial mercantile society who was successful, but not actually wealthyâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 128.
cite-note-3131. â Zum Pennsylvania Fireplace vgl. Joyce E. Chaplin, The First Scientific American: Benjamin Franklin and the pursuit of genius, S. 84â88 und passim.
cite-note-3232. â âAs we enjoy great advantages from the invention of others, we should be glad of an opportunity to serve others by any invention of ours, and this we should do freely and generouslyâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 132.
cite-note-3333. â âthey equally surprizâd and pleasâd meâ, hier zitiert nach Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.): Autobiography of Benjamin Franklin, S. 240.
cite-note-3434. â Eine Neuausgabe erschien als: I. B. Cohen, Benjamin Franklin's Experiments, Harvard UP 1941
cite-note-3535. â âAs electrified Clouds pass over a Country, high Hills and high Trees, lofty Towers, Spires, Masts of ships, Chimneys &c. as so many Prominences and Points, draw the Electrical Fire, and the whole Cloud discharges thereâ. Schreiben Benjamin Franklins an John Mitchell vom 29. April 1749 (Memento vom 15. Dezember 2007 im Internet Archive), hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-3636. â âThe electrical fire would, I think, be drawn out of the cloud silentlyâ. Schreiben Benjamin Franklins an Peter Collinson vom 2. MĂ€rz 1750 (Memento vom 22. September 2010 im Internet Archive), hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-3737. â E. Philip Krider, Benjamin Franklin and Lightning Rods, Physics Today, Januar 2006, S. 42â48
cite-note-3838. â Neue ZĂŒrcher Zeitung: Das Experiment -- Die Blitzidee; Franklin and his Electric Kite. ushistory.org, abgerufen am 2. Juni 2012.
cite-note-3939. â Abgedruckt in: Leonard W. Labaree The Papers of Benjamin Franklin, Vol. 4, July 1, 1750, through June 30, 1753, Yale University Press, 1961, S. 360â369
cite-note-4040. â Joseph Priestley, The history and present state of electricity, Band 1, 1775, S. 216
cite-note-4141. â The Kite Experiment, 19 October 1752, Founders Online, National Archives, abgerufen am 29. Juni 2019
cite-note-4242. â The Gentlemanâs Magazine, Januar und Mai 1750; Experiments and Observations on Electricity, Made at Philadelphia in America, by Mr. Benjamin Franklin, London 1750, 1756 und weitere Auflagen; Philosophical Transactions of the Royal Society 1751â1752.
cite-note-4343. â âThe Grand Monarch of France strictly commands [that his scientists convey] compliments in an express manner to Mr. Franklin of Philadelphia for the useful discoveries in electricity and application of the pointed rods to prevent the terrible effects of thunderstormsâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 139 f.
cite-note-4444. â Benjamin Franklin: In Search of a Better World Resume (Memento vom 12. August 2011 im Internet Archive)
cite-note-4545. â Benjamin Franklin: Aux Auteurs du Journal. In: Journal de Paris. Nr. 117, 26. April 1784. Digitalisat bei Gallica.bnf.fr, Ăbersetzung ins Englische auf webexhibits.org, abgerufen am 23. April 2020
cite-note-4646. â âMore knowledge of the common law than I possessed was necessary to act in that station with creditâ. Hier zitiert nach Brands, The First American, S. 208.
cite-note-4747. â âAnd I conceivâd my becoming a Member would enlarge my Power of doing Good. I would not however insinuate that my Ambition was not flatterâd by all these Promotions.â, hier zitiert nach Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.): Autobiography of Benjamin Franklin, S. 197.
cite-note-4848. â âThe Assemblies did not adopt it as they all thought there was too much Prerogative in it; and in England it was judgâd to have too much of the Democraticâ, hier zitiert nach Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.): Autobiography of Benjamin Franklin, S. 210.
cite-note-4949. â In ihrem Schreiben betonten die Penns, es handle sich um ein âfree gift from us to the publicâ. Hier zitiert nach Brands, The First American, S. 261.
cite-note-5050. â H. W. Brands beschreibt Franklin als âarchitect of a plan for union that captured the imagination of many of his fellow Americansâ. H. W. Brands, The First American, S. 273.
cite-note-5151. â âMr. Franklinâs popularity is nothing here. [âŠ] He will be looked very cooly upon by great peopleâ. Hier zitiert nach H. W. Brands, The First American, S. 273.
cite-note-5252. â âHe was then too great a man or too much occupyâd in Affairs of greater Momentâ. Hier zitiert nach Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, New York 2004, S. 92.
cite-note-5353. â Vgl. hierzu und zum folgenden Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 184.
cite-note-5454. â âdeceived, cheated and betrayedâ. Hier zitiert nach Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, New York 2004, S. 92.
cite-note-5555. â âif they were deceivâd, it was their own faultâ. Hier zitiert nach Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, New York 2004, S. 92.
cite-note-5656. â Zu diesem Aspekt ausfĂŒhrlicher Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, New York 2004, S. 93.
cite-note-5757. â âOnce we fully accept the fact that Franklin between 1760 and 1764 was an enthusiastic and unabashed royalist who did not and could not foresee the breakup of the Empire, then much of the surprise, confusion and mystery of his behavior in these years falls awayâ. Gordon S. Wood, Wise Men. In: New York Review vom 26. September 2002, S. 44.
cite-note-5858. â Eine ausfĂŒhrlichere Darstellung hierzu findet sich bei Van Doren, Benjamin Franklin, S. 210â213.
cite-note-5959. â Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 157.
cite-note-6060. â So H. W. Brands, The First American, S. 339.
cite-note-6161. â âall officers of the crown are expected to assist governmentâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 157.
cite-note-6262. â Hierzu und zum folgenden Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 222.
cite-note-6363. â âIn the meantime, a firm Loyalty to the Crown and faithful Adherence to the Government of this Nation [âŠ] will always be the wisest Course for you and I to take, whatever may be the Madness of the Populace [âŠ]â. Schreiben Franklins an John Hughes vom 9. August 1765 (Memento vom 11. November 2014 im Internet Archive). Hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-6464. â Walter Isaacson etwa urteilt âIt was one of Franklinâs worst political misjudgmentsâ. Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 223.
cite-note-6565. â Eine ausfĂŒhrlichere Darstellung der Sitzung findet sich bei Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 229â231.
cite-note-6666. â âYour Enemies at last began to be ashamed of their base insinuations and to acknowledge that the Colonies are under obligations to youâ. Schreiben Charles Thomsons an Franklin vom 20. Mai 1766 (Memento vom 11. November 2014 im Internet Archive). Hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-6767. â Vgl. hierzu und zum folgenden Introduction. In: Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.): Autobiography of Benjamin Franklin, S. 13â39, sowie Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 254â258. UmfĂ€ngliche Angaben zu Franklins Autobiographie finden sich auf den Webseiten der Library of Congress, Finding Franklin: A Resource Guide, Benjamin Franklinâs Autobiography, zuletzt abgerufen am 4. April 2011.
cite-note-6868. â âHaving emergâd from the Poverty and Obscurity in which I was born and bred, to a State of Affluence and some Degree of Reputation in the World [âŠ] my Posterity may like to know, as they may find some of them suitable to their own Situations, and therefore fit to be imitatedâ, hier zitiert nach Labaree / Ketcham / Boatfield (Hrsg.): Autobiography of Benjamin Franklin, S. 43.
cite-note-6969. â â[Franklin] wrote for a middle class which had few historians.â, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 257.
cite-note-7070. â âit is lacking in almost everything necessary to a really great work of belles lettres: grace of expression, charm of personality, and intellectual flightâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 257.
cite-note-7171. â âartless simplicity, lucidity, homely idiom, freshness and humor have commended it anew to each generation of readersâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 257.
cite-note-7272. â Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 257.
cite-note-7373. â âThis affair was the most extraordinary and revealing incident in his political lifeâ, Gordon S. Wood: The Americanization of Benjamin Franklin, S. 140.
cite-note-7474. â âIt effectively destroyed his position in England and ulitimately made him a patriotâ, Gordon S. Wood: The Americanization of Benjamin Franklin. S. 140.
cite-note-7575. â Hutchinson sprach von einem âabridgment of what are called English libertiesâ, hier zitiert nach Gordon S. Wood: The Americanization of Benjamin Franklin. S. 141.
cite-note-7676. â Vgl. hierzu Gordon S. Wood: The Americanization of Benjamin Franklin. S. 142.
cite-note-7777. â âTake special care the provinces [âŠ] do not enjoy the same common rights, the same privileges in commerce, and that they are governed by severer lawsâ, hier zitiert nach Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 273.
cite-note-7878. â âQuarter troops among them, who by their insolence may provoke the rising of mobsâ, hier zitiert nach Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 273.
cite-note-7979. â Vgl. Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life, S. 274. Der Text findet sich unter An Edict by the King of Prussia (Memento vom 11. November 2014 im Internet Archive) in der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-8080. â Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 274.
cite-note-8181. â Franklin sagte dem Reporter, nur eine âspirited oppositionâ könne die Amerikaner âfrom the most abject slaveryâ retten. Hier zitiert nach Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 154.
cite-note-8282. â â[Franklin was] a great part of his time fast asleep in his chairâ. Hier zitiert nach Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 154.
cite-note-8383. â âHe does not hesitate at our boldest Measures but rather seems to think us, too irresolute, and backwardâ. Hier zitiert nach Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 155.
cite-note-8484. â âFranklinâs need to counter these rumors and suspicions that he was less than a patriot and maybe even a spy explains some of his Revolutionary fervorâ. Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 156.
cite-note-8585. â âYou and I were long Friends: You are now my Enemy, and I am, Yoursâ. Schreiben Franklins an William Strahan vom 5. Juli 1775 (Memento vom 11. November 2014 im Internet Archive). Hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-8686. â Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 157.
cite-note-8787. â Hierzu und zum Folgenden: Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 160â163. AusfĂŒhrlicher zum VerhĂ€ltnis von Benjamin und William Franklin: Sheila L. Skemp, Benjamin and William Franklin: father and son, patriot and loyalist, Boston, Mass. [u. a.] 1994.
cite-note-8888. â Dies und das folgende nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 312.
cite-note-8989. â Benjamin Franklin: Experiments and Observations on Electricity. London 1769 (Volltext in der Google-Buchsuche [abgerufen am 30. MĂ€rz 2017]).
cite-note-9090. â Vgl. hierzu und zum Folgenden Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 172.
cite-note-9191. â â[Franklin] is sought after [âŠ] not only by his learned colleagues, but by everyone who can gain access to himâ. Hier zitiert nach Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 177.
cite-note-referencea-9292. â Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 177.
cite-note-9393. â JĂŒrgen Overhoff, Benjamin Franklin. Erfinder, Freigeist, Staatenlenker, Stuttgart 2006, S. 261.
cite-note-9494. â âIt is the mode today for everybody to have an engraving of M. Franklin over the mantelpieceâ. Hier zitiert nach H. W. Brands, The First American, S. 528.
cite-note-9595. â Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 327.
cite-note-9696. â Zu diesem Aspekt vgl. den illustrierten Aufsatz von Bernard Bailyn, Realism and Idealism in American Diplomacy: Franklin in Paris, CouronnĂ© par la LibertĂ©. In: ders., To Begin the World Anew: The Genius and Ambiguities of the American Founders, New York 2003, S. 60â69.
cite-note-9797. â Klooster, H.S. van: Franklin and Lavoisier. J. Chem. Educ., 1946, 23 (3), p. 107 doi:10.1021/ed023p107; Ferenc SzabadvĂĄry: Antoine Laurent Lavoisier. Der Forscher und seine Zeit 1743â1794. AkadĂ©miai KiadĂł, Budapest (1973), S. 26; 35.
cite-note-9898. â Picture. Abgerufen am 3. August 2022.
cite-note-9999. â âMany of the French philosophes like Voltaire were struggling to reform the ancien rĂ©gime, and they turned the New World into a weapon in their struggle. America in their eyes came to stand for all that eighteenth-century France lacked â natural simplicity, social equality, religious freedom, and rustic enlightenmentâ. Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 173.
cite-note-100100. â Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 173 f.
cite-note-101101. â Vgl. hierzu und zum Folgenden H. W. Brands, The First American, S. 530.
cite-note-102102. â Overhoff, Benjamin Franklin, S. 265.
cite-note-103103. â Hierzu und zum Folgenden vgl. Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 350â353.
cite-note-104104. â âa monopoly of reputation [âŠ] and an independency in displaying itâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 351.
cite-note-105105. â âThe life of Dr. Franklin was a scene of continual dissipationâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 352.
cite-note-106106. â The Adams papers, Ser. 2: Adams Family correspondence, Band. 4, edited by Lyman H. Butterfield, Cambridge 1973, S. 118 f. Hier nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 352.
cite-note-107107. â â[Franklin] at the age of seventy-odd had neither lost his love of beauty nor his taste of itâ. Hier zitiert nach Van Doren, Benjamin Franklin, S. 639.
cite-note-108108. â Vgl. Larry Tise: Introduction. In: ders. Benjamin Franklin and Women, University Park, PA 2000, S. 1â15, hier S. 9. Tise zitiert George F. Hoar, der zu Franklin festhielt: âHe was without idealism, without lofty principle, and on one side of his character gross and immoral.â
cite-note-109109. â âEverywhere he went, he seemed to re-create new families, with new and more perfect wifes and daughtersâ. Jan Lewis: Sex and the Married Man: Benjamin Franklinâs Families. In: Larry Tise, Benjamin Franklin and Women, University Park, PA 2000, S. 67â82, hier S. 81.
cite-note-110110. â âI let him know that America would not treat but in concert with Franceâ. Journal of the Peace Negotiations, 9. Mai 1782 (Memento vom 27. Oktober 2010 im Internet Archive). Hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-111111. â Vgl. hierzu und zum Folgenden Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 407â415.
cite-note-112112. â âproceedings in this abrupt signature of articles [was not] agreeable to the [French] King [and the Americans] had not been particularly civilâ. Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 415.
cite-note-113113. â âFranklin had been instrumental in shaping the three great documents of war: the Declaration of Independence, the alliance with France, and the treaty with Englandâ. Gordon S. Wood, The Americanization of Benjamin Franklin, S. 417.
cite-note-114114. â Vgl. hierzu und zum Folgenden Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 436â444.
cite-note-115115. â âSo that at length the Invention has been of Some Use to the Inventorâ. Schreiben Franklins an Marsilio Landriani vom 14. Oktober 1787 (Memento vom 11. November 2014 im Internet Archive). Hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-116116. â Vgl. hierzu und zum Folgenden H. W. Brands, The First American, S. 652â655.
cite-note-117117. â âThis universal and unbounded confidence of a whole People; flatters my Vanity much more than a Peerage could doâ. Schreiben Franklins an Jane Mecom vom 4. November 1787 (Memento vom 11. November 2014 im Internet Archive). Hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-118118. â Eine ausfĂŒhrliche Darstellung der Philadelphia Convention bietet Richard Beeman: Plain, honest men: the making of the American Constitution, New York 2010.
cite-note-119119. â Vgl. Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 447.
cite-note-120120. â Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 453.
cite-note-121121. â âThus I consent, sir, to this Constitution because I expect no better, and because I am not sure that it is not the best.â Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 458. Ein lĂ€ngerer Ausschnitt aus seiner Rede findet sich ebd., S. 457 f.
cite-note-122122. â Vgl. hierzu und zum Folgenden Alan Craig Houston: Benjamin Franklin and the politics of improvement. New Haven (Conn.) [u. a.] 2008 (Kapitel Slavery) sowie Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 463â467.
cite-note-123123. â Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 464.
cite-note-124124. â âfor improving the condition of free blacksâ. Hier zitiert nach Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 465.
cite-note-125125. â âthe blessing of liberty to the People of the United States [âŠ] without distinction of colorâ. Hier zitiert nach Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 465.
cite-note-126126. â Isaacson: Benjamin Franklin. An American Life. S. 466.
cite-note-127127. â Vgl. Schreiben Benjamin Franklins an die Federal Gazette vom 23. MĂ€rz 1790 (Memento vom 22. September 2010 im Internet Archive) in der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers
cite-note-128128. â âIf we forbear to make slaves of their people, who, in this hot climate, are to cultivate our lands?â Schreiben Benjamin Franklins an die Federal Gazette vom 23. MĂ€rz 1790 (Memento vom 22. September 2010 im Internet Archive), hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-129129. â âThe doctrine that plundering and enslaving the Christians is unjust, is at best problematical; but that it is the interest of this state to continue the practice, is clear; therefore let the petition be rejected.â Schreiben Benjamin Franklins an die Federal Gazette vom 23. MĂ€rz 1790 (Memento vom 22. September 2010 im Internet Archive), hier zitiert nach der digitalen Edition der Benjamin Franklin Papers.
cite-note-130130. â Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 469. AusfĂŒhrlicher dazu der Bericht von Dr. John Jones und Benjamin Rush, veröffentlicht in der Pennsylvania Gazette vom 21. April 1790.
cite-note-131131. â The Last Will and Testament of Benjamin Franklin. 14. Februar 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 14. Februar 2014; abgerufen am 3. August 2022.
cite-note-132132. â âThe Body of BENJAMIN FRANKLIN // Printer, // Like the Covering of an Old Book, // Its contents torn out // And stript of its Lettering and Gilding, // Lies here, Food for Worms; // But the Work shall not be lost, // it will (as he believ'd) appear once more // In a new and more beautiful Edition // Corrected and amended // By the Author // He was born on January 6th 1706 // and died _ _ _ 17.â â librarycompany.org und archive.org
cite-note-133133. â Worldchesshof.org, abgerufen am 16. Mai 2016
cite-note-134134. â Ralph K. Hagedorn: Benjamin Franklin and Chess in early America. Philadelphia 1958. S. 30â35, 39â41, 86â87
cite-note-135135. â Dieser Abschnitt folgt weitestgehend der Darstellung von Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, in seinem Schlusskapitel âConclusionsâ, S. 476â493.
cite-note-136136. â âHad he been an ordinary man, I should never have taken the trouble to expose the turpitude of his intriguesâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 477.
cite-note-137137. â âThis self-taught American is the most rational, perhaps, of all philosophers. He never loses sight of common sense in any of his speculationsâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 478.
cite-note-138138. â âfull of mean and thrifty maximsâ und â[a] not sumblime manâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 478.
cite-note-referenceb-139139. â Vgl. Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 481.
cite-note-140140. â âHis life is the story of American common-sense in its highest formâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 481.
cite-note-141141. â Etwa: âDer Gelderwerb ist [âŠ] innerhalb der modernen Wirtschaftsordnung das Resultat und der Ausdruck der TĂŒchtigkeit im Beruf und diese TĂŒchtigkeit ist, wie nur unschwer zu erkennen ist, das wirkliche A und O der Moral Franklins, wie sie in der zitierten Stelle ebenso wie in allen seinen Schriften ohne Ausnahme uns entgegentrittâ. Max Weber, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, vollstĂ€ndige Ausgabe. Herausgegeben und eingeleitet von Dirk Kaesler, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-406-51133-3, S. 36.
cite-note-142142. â âI do not like himâ, hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 482.
cite-note-143143. â Hier zitiert nach Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 483.
cite-note-144144. â Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 484.
cite-note-145145. â Isaacson, Benjamin Franklin. An American Life, S. 485.